Tierpark bleibt einen Monat lang zu. Aber nicht nur der.

Wie öde: Für einen Monat geschlossen ist der Aachener Tierpark.

Auf Wunsch eines einzelnen Lesers hier eine Liste. Was alles ausfällt. 
Zunächst mal sämtlicher Karneval am 11. im 11. Ob Festausschuss Aachener Karneval oder die AKV-Veranstaltungen, vergiß es. Sogar die Börjerwehr feiert ihre 9 mal 11 in 2020/2021 nicht. 

In den Schulen fällt lediglich manche Extra-Veranstaltung aus, die Musikschule macht für einen Monat dicht, und die Volkshochschule (VHS) unterbricht einige Kurse. Die Teilnehmer*innen werden informiert. 

Wanderungen fallen aus, und der Tierpark macht zu. Laufen bei Flutlicht im  Waldstadion fällt ebenfalls aus. Im Dom finden zwar noch Gottesdienste statt, aber die Führungen fallen für einen Monat aus, die Dommusik stellt ihren Probenbesuch ein.

Museen sind natürlich auch geschlossen, der Lesesaal im Stadtarchiv ist ab dem 17. November wieder offen, wenn wir das hier richtig verstehen. Auch die Stadtbibliothek ist und bleibt offen. Was für ein Glück, möchte man sagen. 
Das Stadttheater macht keine Aufführungen mehr, desgleichen die Stadtpuppenbühne „Öcher Schängche“. 

In der Sparkasse hat man ebenfalls keine Lust, sich mit Corona zu infizieren. Von 86 Filialen machen 23 zu, im Stadtgebiet Aachen sind es 9. Eine  davon ist die Filiale Zeppelinstraße/Ecke Trierer Straße. Beratungen sind möglich, müssen aber telefonisch vereinbart werden. 

Tätowiershops sind zu, Martinszüge sind ausdrücklich verboten.

Aber: Die Spielplätze sind in Aachen offen. Hier in Aachen lernen außerdem – obwohl es gar nicht vorgeschrieben ist – viele Grundschüler*innen mit Maske, freiwillig.

Die Wissenschaft weiß derzeit eines sicher: Grundschüler*innen können zwar Viren in sich haben, aber sie haben dann keine Symptome und werden auch nicht krank. Ganz anders ist das bei Menschen über 65, und besonders schlimm bei Menschen über 85. Wer 85 oder älter und infiziert ist, von denen stirbt jede/r Dritte. Das ist wie bei der Pest im Mittelalter. Insofern ist es beachtenswert, welche Opfer derzeit die junge Generation (die mit Winterjacken in eiskalten Klassenräumen sitzt) für die Alten bringt. Für die, die sich alle paar Jahren einen neuen SUV kaufen, die klagen, dass sie keine Reisen und Kreuzfahrten mehr machen können und in Sachen Klimaschutz nicht das kleinste Fitzelchen Verantwortung übernehmen.

Es wird ja von Teens und Twens erwartet, dass sie darauf verzichten, Erfahrungen zu machen, die sie später nie mehr nachholen können. Das ist ein Opfer, das sie bringen sollen. Eine Erstsemester-Party hat viele soziale Aspekte. Meiner Meinung nach sogar mehr soziale Aspekte als Fun-Aspekte. Ein Auslandssemester kann man nicht so einfach nachholen. Kontakte, die man ganz sicher geknüpft HÄTTE als Schüler*in, wurden nicht geknüpft, und also auch Erfahrungen im Umgang mit anderen nicht gemacht.

Die junge Generation muss sich auch noch beschimpfen lassen, sie sei Party-süchtig. Dazu ist noch viel zu sagen. Meiner Meinung nach besteht diese Generation gelegentlich darauf, die für ihr Alter typischen, wichtigen Erfahrungen zu machen. Darauf zu verzichten, das ist ein großes Opfer, das die allermeisten bringen. Das wird von der Gesellschaft bei weitem nicht anerkannt.

Womit bestimmt einige Bekanntschaft machen sind Einsamkeit, Depression, psychischen Beschwerden.

Veröffentlicht von

MargretVallot

Ich bin Bloggerin und Journalistin

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