Jetzt sehen wir wieder die Monsterflaggen

In der Jakobstraße in Aachen gesehen: Häßliche Monsterflagge, die auch noch so die Fenster bedeckt, dass weniger Tageslicht in die Räume fällt. Und diese Lappen werden noch Tage nach dem Endspiel am 15. Juli 2018 nicht zügig abgenommen. Besonders sympathisch ist das nicht. Man wird an bestimmte US-Amerikaner und Türken erinnert, die derzeit vor lauter Nationalismus kaum gehen können. Sehr umcharmant.

 

„Der Traum vom selbstbestimmten Leben“

Kindern erklären, wie man über die Straße geht, ohne dabei zu Schaden zu kommen: Das und vieles mehr könnte ehrenamtlich geschehen, wenn es das Bedingungslose Grundeinkommen schon gäbe. Hier: In der Mataréstraße in Aachen ist ein Polizist aktiv.

Aus dem Pressebüro der Stadt Aachen erreicht uns folgende Meldung: Die Stadt Aachen und RWTHextern laden alle am Veranstaltungsformat „Uni im Rathaus“ interessierten Menschen am Donnerstag, 21. Juni, um 19.30 Uhr zu einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Bedingungsloses Grundeinkommen – Der Traum vom selbstbestimmten Leben“. Die Veranstaltung findet statt im Krönungssaal des Aachener Rathauses.

Klingt es nicht verlockend, ein Grundeinkommen zu erhalten, ohne dafür etwas leisten zu müssen? Die Idee eines bedingungslosen Einkommens ist eine Lieblingsidee der Deutschen Piratenpartei, und sie ist nicht neu. Wie in einem Film neulich zu sehen war, gibt es zahlreiche Pilotprojekte und Studien, die sich dem Thema widmen.

Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung der Gesellschaft und dem damit einhergehenden Wandel werden im Krönungssaal verschiedene Modelle des Grundeinkommens unter Experten diskutiert. „Doch ist das Grundeinkommen wirklich die Antwort für zahlreiche gesellschaftliche Probleme und Veränderungen?“, fragt die Pressestelle. Und weiter: „Wie soll ein solches Einkommen finanziert werden, damit es den Menschen auch eine Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht?“

An diesem Abend diskutieren bei „Uni im Rathaus“ Professor Dr. Ralph Rotte von der RWTH Aachen, Professor Dr. Ute Antonia Lammel von der KatHO NRW am Standort Aachen, Professor Dr. Markus Fredebeul-Krein von der FH Aachen und Prof. Dr. Malcolm Schauf von der FOM Düsseldorf über das Für und Wider eines bedingungslosen Grundeinkommens. Sie geben Antworten auf die aktuellen Fragestellungen.

Der Eintritt zur Podiumsdiskussion ist kostenfrei. Eine Anmeldung nicht erforderlich.

In der Volkshochschule: Ausstellung über „Endlich Wachstum!“

Das Team vom „Kanal Trivial“ hat mal wieder ein Video produziert. Marc Teuku und Andreas Müller haben die Ausstellung „Endlich Wachstum!“ in der Volkshochschule (VHS) in Aachen besucht.

Die Ausstellung ist Teil eines tollen Programms, das die Initiative „Aachen im Wandel“ auf die Beine gestellt hat. Es gibt Workshops, einen alternativen Stadtplan, Vorträge zu spannenden Themen und vieles mehr. Anne erklärt in einem kurzen Interview, worum es geht, welche Themen die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung erwarten können und wo es Informationen zu den Veranstaltungen gibt. Ihr werdet über Facebook zu dem Video gelangen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 26. Mai auf der 2. Etage der VHS in der Peterstraße (Bushof-Gebäude) zu sehen. Anschauen lohnt sich!

Aachener Bauprojekt: ausgezeichnet und ausgestellt

Ausgezeichnet: die neue Wohnanlage in der Stolberger Straße in Aachen, schräg gegenüber von der neuen Moschee.  Fotos: Archiv April 2017

„Gutes Bauen im öffentlich geförderten Wohnungsbau“: Die Ausstellung zum NRW-Landespreis 2017 für Architektur, Wohnungs- und Städtebau macht von Mittwoch, 2. Mai, einen Monat lang Station in Aachen.

Während der Öffnungszeiten des Verwaltungsgebäudes Am Marschiertor, Lagerhausstraße 20, werden landesweit ausgezeichnete Projekte präsentiert, darunter auch das Aachener Bauvorhaben „Neues Wohnen im Ostviertel“ (gegenüber von der Moschee, Stolberger Straße) der gewoge AG. Derzeit tourt die Wanderausstellung durch NRW. So war sie zum Beispiel im April bereits in Münster zu sehen und reist nach dem Halt in Aachen im Juni weiter nach Köln.

Zuvor sind am 9. Oktober 2017 durch Ministerin Ina Scharrenbach gemeinsam mit dem Präsidenten der Architektenkammer Nordrhein- Westfalen, Ernst Uhing, insgesamt zehn Projekte mit dem NRW-Landespreis 2017 für Architektur, Wohnungs- und Städtebau ausgezeichnet worden. Prämiert wurden Wohngebäude, zu Wohngebäuden umgenutzte Nichtwohngebäude, Bau- und Wohngruppenprojekte sowie Gebäudegruppen und Wohnquartiere, die bei einer hohen Nutzungs- und Gestaltqualität unterschiedliche Bewohnergruppen ansprechen.

Hierzu zählen auch besondere Wohnformen wie zum Beispiel Studierendenwohnanlagen sowie Senioren- und Behindertenwohnanlagen.

Der Aachener Sieger „Neues Wohnen im Ostviertel“ überzeugte die Jury vor allem mit dem „besonderen Augenmerk auf die Weiterentwicklung des Quartiers“. Die Anlage an der Stolberger Straße besteche „durch eine hohe Qualität in Planung und Ausführung. Des Weiteren hieß es in der Beurteilung: „Zuschnitt und Anordnung der Grundrisse bieten attraktiven Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen, zudem für Menschen mit besonderem Hilfebedarf.“

Das weiße Gebäude ganz hinten links ist die Moschee. Rechts: der Wohnungsbau.

   ***

Die Ausstellung ist ab 2. Mai kostenlos bis zum 30. Mai zu sehen im Foyer des Verwaltungsgebäudes Am Marschiertor, Lagerhausstraße 20.

Öffnungszeiten: montags bis donnerstags 8 bis 18 Uhr, freitags 8 bis 15.30 Uhr.

Profifußball ganz ohne Verantwortung?

2018 findet bekanntlich in Russland die Fußball-Weltmeisterschaft statt (14. 06. bis 23. 07.). Ein guter Grund für die  Leute von LOGOI in der Aachener Jakobstraße, sich den Fußball mal unter philosophischen Aspekten anzuschauen. „Die Verantwortungsproblematik im Profifußball“ wollen sie in zwei Vorträgen untersuchen.

Sie haben deshalb zwei Personen eingeladen, die sich auskennen: Prof. Elk Franke und Dr. Moritz Küpper. Und in der Einladung zu der Veranstaltung heißt es:

„Fußball findet in der Freizeit- und Mediengesellschaft über alle gesellschaftlichen Grenzen hinweg deutlich größere Beachtung als andere Sportarten. Welchen Einfluss nimmt er auf die Gesellschaft, und welche Verantwortungsproblematik bringt es für den Profifußball mit sich, wenn wichtige Spiele an umstrittenen Austragungsorten stattfinden?“

Elk Franke ist Professor für u.a. Sportphilosophie an den Universitäten Osnabrück, Berlin und Bremen mit dem Arbeitsschwerpunkt Ethik und Ästhetik des Sports. Dr. Moritz Küpper ist Sportredakteur beim Deutschlandradio. 2017 erschien sein Buch „Es war einmal ein Spiel – Wie der Fußball unsere Gesellschaft beherrscht“, erschienen im „Verlag Die Werkstatt“.

Die Veranstaltung findet statt am Sonntag, 6. Mai, in der Jakobstraße 25a in Aachen. Beginn ist um 12 Uhr, ein Eintritt wird nicht verlangt.

Über diese und weitere Veranstaltungen, s. hier: http://www.logoi.de

Aachen: Literaturpreis für Robert Menasse

Den mit 20.000 Euro dotierten Walter-Hasenclever-Literaturpreis der Stadt Aachen erhält in diesem Jahr der Wiener Schriftsteller und Essayist Robert Menasse. „Verdient“, kann ich da nur sagen.

Die Mitteilung machte  – laut Presseamt der Stadt Aachen – bei einer Pressekonferenz die Vorsitzende der Walter-Hasenclever-Gesellschaft, Dr. Barbara Schommers-Kretschmer. Menasse veröffentlichte im vergangenen Jahr unter dem Titel „Die Hauptstadt“ einen satirischen Roman über die EU. Dieses Buch ist vergnüglich zu lesen: Der Autor macht sich über die EU lustig, aber man spürt beim Lesen, dass er die EU für ein ungeheuer wichtiges und gutes Projekt hält.

Die Jury würdigt jetzt das Gesamtwerk des 1954 geborenen Autors und seine konkrete Vision einer „konsequent Währung, Wirtschaft und Politik einschließenden Europäischen Union.“ Der Festakt zur Verleihung wird am Sonntag, 18. November 2018, im Ludwig Forum in Aachen stattfinden. Einjeder ist eingeladen.

„Robert Menasse hat eine geniale Art, Texte zu verfassen, die fast gemalt wirken und enorme Komik beinhalten, dabei aber auch wichtige Themen aus Politik und Philosophie behandeln“, stellte Schommers-Kretschmer das literarische und essayistische Werk des Autors heraus. Menasse setze sich in seinen Essays verstärkt für eine gesamteuropäische Idee ein und stelle sich entschieden gegen nationale Interessen.

Gerade in der heutigen Zeit, mit dem Aufschwung von nationalistischen Bewegungen in ganz Europa, sei eine entschiedene Stimme wie die des Österreichers besonders wertvoll. In seinem „Manifest für die Begründung einer Europäischen Republik“ schreibe Menasse die Kraft zur Veränderung der europäischen Krise nicht den sogenannten Pragmatikern zu, sondern den „Träumern“, den utopischen Denkern, den Philosophen und Dichtern.

Die Walter-Hasenclever-Gesellschaft lobt in ihrer Erklärung ausdrücklich Menasses Fähigkeit, die sonst getrennt wahrgenommenen Bereiche Literatur/Kunst, Politik und Philosophie zu einer neuen Produktivität zu verbinden, als „Think Tank neuer, humanistischer, gesamteuropäischer Perspektiven.“ Mit seiner starken Position zu Europa und der Frage „Wie stehen wir – aus der Geschichte heraus – zu Europa?“ treffe er genau das Anliegen des Namensgebers des Preises, Walter Hasenclever, so die Begründung der Jury.

s. dazu auch das Projekt von Ulrike Guérot und Robert Menasse:

https://wemakeit.com/projects/the-european-balcony-project

Über das, was mit Europa zu machen ist, hat Holger Klein (Holgi) podcastmäßig ein sehr, sehr hörenswertes Interview gemacht. Wrint, „Wer redet, ist nicht tot“, ihr wisst Bescheid.

https://wrint.de/2018/03/25/wr799-die-europaeische-republik/

Streik am Mittwoch, 21. März: Städtische Einrichtungen sind betroffen

Für Mittwoch, 21. März, haben die Gewerkschaften in Aachen ihre Mitglieder zu einem Warnstreik aufgerufen. Von diesem Streik werden voraussichtlich auch die Stadtverwaltung, die städtischen Kindertageseinrichtungen (KiTa) sowie die städtischen Offenen Ganztagsschulen (OGS) betroffen sein. Das Dienstleistungsangebot der Stadtverwaltung ist an diesem Tag vermutlich nur eingeschränkt nutzbar, teilt das Presseamt der Stadt mit.

Der Fachbereich Kinder, Jugend und Schule der Stadt Aachen bittet alle Eltern, für diesen Tag Alternativen zur Betreuung ihrer KiTa-Kinder zu suchen. Ob in allen Einrichtungen gestreikt wird und welche Kindertageseinrichtungen letztlich bestreikt werden, wird dem Fachbereich nicht mitgeteilt.

Deshalb ist die Einrichtung einer Notbetreuung auch nicht möglich. Es ist nicht auszuschließen, dass auch in den Offenen Ganztagsschulen gestreikt wird. Auch hier bittet der Fachbereich, eine alternative Betreuung zu organisieren.

Stadt Aachen startet neuen Ideenwettbewerb

Gesucht werden: Impulsgeber, Innovationsstifter und Andersdenker aus der Kultur- und Kreativwirtschaft und der freien Kulturszene aus der Euregio Maas-Rhein. Die können sich noch bis Mitte Mai um die neue Auszeichnung „Future Impact Maker“ und die Teilnahme an einem einjährigen Förderprogramm bewerben. Das teilte jetzt die Pressestelle der Stadt Aachen mit.

In Aachen und der gesamten Euregio Maas-Rhein gebe es eine Vielzahl von interessanten Kreativunternehmen und freien Kulturmachern, sagt Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp.

„Mit Unternehmergeist, Innovationskraft und kulturellem Schaffensdrang bereichern sie das kulturelle und wirtschaftliche Angebot vor Ort und sind gemeinsam ein wichtiger Treiber für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Region. Mit dieser Auszeichnung wollen wir sie entsprechend würdigen und in ihrem Schaffen fördern.“

Marcel Philipp, Oberbürgermeister.

 

Ausgewählt werden bis zu 15 Kultur- und Kreativschaffende und/oder Teams, die die Jury mit ihrer (Geschäfts)Idee, laufenden Tätigkeit oder mit ihrem kulturellen Schaffen überzeugen. Die Preisträger gewinnen neben der Auszeichnung auch die Teilnahme an einem Förderprogramm, bestehend aus Workshops und Impulsreisen zur Kreativszene anderer Städte und Regionen.

Ziel ist es, sie bei der Umsetzung ihrer Ideen, Unternehmungen und Projekte zu unterstützen und sie für ihren Ideenreichtum und ihre kulturelle Schaffenskraft zu würdigen. Bewerben kann man sich bis zum 21. Mai 2018 mit einer (Geschäfts)Idee, dem eigenen Unternehmen oder Projekt.

Dabei werden insbesondere Ideen, die sich an Schnittstellen bewegen, gesucht: Zum Beispiel zu den Themenfeldern „Zukunft der Arbeit“, Zukunft der Medien“ oder auch „Zukunft der Ernährung“. Es ist übrigens egal, ob es sich um eine erst geborene Idee oder um eine bereits laufende Tätigkeit handelt, man gerade erst gegründet hat oder schon länger Projekte umsetzt.

Für die Teilnahme am Wettbewerb reichen die Ideenbeschreibung, eine Beschreibung der Motivation, warum man am Programm teilnehmen möchte, sowie eine kurze Vorstellung der Person beziehungsweise der Personen, die dahinter stehen. Ob Text, Bilder, Video oder Illustration – die eigene Bewerbung kann jeder so gestalten, wie man sich und seine Idee präsentieren möchte.

„Future Impact Maker“ ist ein Projekt des Kulturbetriebs der Stadt Aachen und Teil des euregionalen Großprojekts „IMPACT“ (International Meeting in Performing Arts and Creative Technologies), das durch das Kooperationsprogramm INTERREG V A Euregio Maas-Rhein, von der Wallonie und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens unterstützt wird.

Weitere Infos: www.future-impact-maker.eu 

 

Für die Wissenschaftsstadt Aachen viel zu progressiv und mindestens 20 Jahre zu früh

Gerade bekomme ich folgende Mail:

„Ich höre gerade den „Hörsaal“ auf DLF Nova. Dominik Scholl (leitet das Team „Bildung, Wissenschaft und Kultur“ von Wikimedia Deutschland) erklärt im Hörsaal-Vortrag die Ziele und die Arbeitsweise von Wikimedia.

https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/wiki-welt-freies-wissen-fuer-die-gesellschaft

Darin erwähnt er das Rijksmuseum in Amsterdam, das einen interessanten Ansatz verfolgt:
Im „Rijksstudio“ stellt das Museum hochwertig digitalisierte Exponate zum freien Download und zur freien Verwendung zur Verfügung.

https://www.rijksmuseum.nl/en/rijksstudio

Online-Besucher können sich damit ihre eigene Ausstellung kuratieren,
oder sie können sich die Medien herunterladen und selber Dinge(tm) damit
anstellen, die sie dann wieder hochladen. Sharing is caring.

Ich weiß, dass das für die Wissenschaftsstadt Aachen viel zu progressiv und mindestens 20 Jahre zu früh ist, aber ich wollte zumindest den Link darauf posten.

Falls wir (Piraten) einen Antrag daraus ableiten würden, würden wir wahrscheinlich eh nur verständnislose Blicke ernten.“

***

Tja Leute, so sieht es aus bei uns. Der Schreiber dieser Zeilen ist der Redaktion übrigens natürlich bekannt.

 

 

 

Jazz in der Nadelfabrik

Das Organ Trio um Norbert Scholly (Gitarre/Kompositionen), Jean Yves Jung (Orgel/Kompositionen) und Hendrik Smock (Schlagzeug) tritt im Rahmen der Reihe „Jazz in der Nadelfabrik“ am Samstag, 20. Januar, um 20 Uhr in der Nadelfabrik am Reichsweg 30 auf.

Die Musik des Trios speist sich aus den vielfältigen Erfahrungen und stilistischen Vorlieben der einzelnen Musiker. Alle drei  Musiker sind hoch respektierte Instrumentalisten der aktuellen Musikszene. In verschiedenen Projekten haben sie unter anderem mit Billy Cobham, Charlie Mariano und der WDR Big Band zusammen gearbeitet.

Der Eintritt zum Konzert ist frei.