Der Wald und die Bäume in Liedern und Gedichten

Die Waldbesetzer im Hambacher Forst freuen sich über eine Welle der Sympathie. Hier ausgedrückt auf einem Transparent im Frankenberger Park in Aachen.

Wohl kein Volk auf der Welt hat so viele Lieder und Gedichte über den Wald und die Bäume produziert wie das deutsche. Die Liebe zum Wald ist hierzulande schon immer besonders innig gewesen. Wald wird mit Heimat verbunden, im Wald spazieren zu gehen, das war mal in fast jeder Familie üblich, und die Verbundenheit zum Wald war groß. Wir haben sogar einen eigenen Berufsstand für den Wald: die Förster.

Das ist in unserer unmittelbaren Nachbarschaft nun bald vorbei. Auch das letzte Restchen Wald muss verbrannt werden, muss wegen der Braunkohle  in Münzen und Scheine verwandelt werden. Heimatlose Gesellen  installieren Heimatminister, lachen sich ins Fäustchen, weil sie uns so verarschen konnten. Wo sie doch in Wirklichkeit den Wald für Strom opfern  und diesen ins Ausland verkaufen werden.

https://margretvallot.org/2018/09/16/wer-hat-dich-du-schoener-wald/

Hier mal ein paar Gedichte und Sinnsprüche zum Thema. Es gibt noch viel mehr.

Geweihbaum

Wie dies Blatt
Hugo von Hofmannsthal

Weißt du, dass die Bäume reden?
Tatanga Mani, Indianerhäuptling

Der Baum
Friedrich Schiller

Habt Ehrfurcht vor dem Baum 
Alexander Freiherr von Humboldt

Nutka-Zypresse

Die Eichbäume
Friedrich Hölderlin

An die Bäume im Winter
Johann Gottfried von Herder

Auf ihrem Grab da steht eine Linde
Heinrich Heine

Sag ich`s euch, geliebte Bäume?
Johann Wolfgang von Goethe

Gold-Esche

Ginkgo biloba
Johann Wolfgang von Goethe

Am Waldessaume träumt die Föhre
Theodor Fontane

Nur der Einsame findet den Wald
Peter Rosegger

Die neue Linde
Thomas Langner

Olive

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland
Theodor Fontane

Wenn in Wäldern Baum an Bäumen
Johann Wolfgang von Goethe

Der letzte Baum
Christian Friedrich Hebbel

Der scheidende Sommer
Heinrich Heine

Judasbaum

Der Baum
Georg Heym

Bäume sind Gedichte
Khalil Gibran

Seht meine lieben Bäume an
Nikolaus Lenau

Die Schlacht der Bäume
Conrad Ferdinand Meyer

Elsbeere

Gestutzte Eiche
Hermann Hesse

Der verwundete Baum
Conrad Ferdinand Meyer

Der Lindenbaum
Wilhelm Müller

Die Erlen
Friedrich Freiherr von Hardenberg (Novalis)

Eukalyptus

Der Apfelbaum
Gottlieb Konrad Pfeffel

Vom Bäumlein, das andere Blätter hat gewollt
Friedrich Rückert

Pappelglück
Peter Rubin – Dichter dran –

ich möchte ein Baum sein
Peter Rubin – Dichter dran –

Stiel-Eiche

Der Apfelgarten
Rainer Maria Rilke

Ach, Zypresse
Johann Wolfgang von Goethe

Ein Baum steht einsam
Heinrich Heine

Die Linde
Friedrich Schnack

Ich atme einen linden Duft
Friedrich Rückert

Kirschblüte bei der Nacht
Barthold Hinrich Brockes

Ein hohes Gut
Thomas Langner

Des Menschen Freund
Thomas Langner

Veranstaltungsreihe „Europa am Dienstag“ im Grashaus

Anfang des Jahres startete im Grashaus am Fischmarkt eine Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Europa im Dienstag“ – gemeinsam veranstaltet vom Europe Direct Informationsbüro Aachen und dem „Europäischen Klassenzimmer“ der Route Charlemagne. Dort beleuchten Experten seitdem monatlich ein anderes Europa-Thema: Unterschiedliche Formate und Themen versuchen dabei, einen Dialog über Europa mit all seinen aktuellen und historischen Perspektiven anzustoßen.

Die Veranstaltungen finden immer dienstags von 19 bis 20.30 Uhr im Grashaus am Fischmarkt 3 statt.

Nächster Termin: Dienstag, 18. September. Da referiert Dr. Ines Soldwisch, Dozentin am Historischen Institut der RWTH über „Mehr Schein als Sein? Die Geschichte des Europäischen Parlaments“. Zum Hintergrund: 1979 fanden die ersten direkten Europawahlen statt: Wie wurde das Europäische Parlament eigentlich zu einem Parlament? Welche Vorstellungen und Wahrnehmungen prägten seine Abgeordneten gegenüber der europäischen Öffentlichkeit?

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Allerdings ist eine Anmeldung unter www.europa-dienstag.de erforderlich.

Von Touristen hunderte Male fotografiert

Nur noch bis Sonntag, 19. August, einschließlich zu sehen: eine wilde Bastelarbeit auf dem Katschhof, dem Platz zwischen Dom und Rathaus in Aachen. Direkt daneben befindet sich ein überdimensionierter Sandkasten mit feinem weißen Sand, ebenfalls nur noch bis Sonntag.

Drei Wochen lang konnten Kinder nach Herzenslust im „Archimedischen Sandkasten“ buddeln. Drei Wochen gab es Strandfeeling auf dem Katschhof, mitten in der Innenstadt. Die riesigen Holzkonstruktionen, Ergebnis des Ferienworkshops „Archimedische Werkstatt“, die diesen Sommer zu Ehren des UNESCO-Dom-Jubiläums zur „Kleinen Dombauhütte“ wurde, sind  unterdessen von Touristen hunderte Male fotografiert worden.

Was später mit dem hölzernen Modell passieren wird, wie viele Kinder an den Workshops teilgenommen haben und ob die verantwortlichen Akteure mit der Sommeraktion 2018 des Future Lab Aachen zufrieden sind, verrät der Oberbürgermeister am Freitag, 17. August. Wir sind gespannt.

Berichtet wird unter AachenNews.org

Freut euch auf den Herbst: Wieder Jazz in der Nadelfabrik

Wenn wir diese Hitze überstehen und jetzt der Feuerwehr und dem Stadtbetrieb helfen, die Bäume am Leben zu erhalten (jeder Eimer hilft), dann dürfen wir im kommenden Herbst und Winter auch gute Musik hören. Es gibt ab dem 30. September sonntags wieder Jazz in der Nadelfabrik, Reichsweg 30 (Rothe Erde). Beginn fast immer um 18 Uhr. 

HIER DIE TERMINE:

30. SeptemberBrian Seeger’s Big Small Things, feat. Cindy Scott with Elisabeth Coudoux & Antoine Duykers (USA/NL/D).

Brian Seeger: Gitarre. Cindy Scott: Gesang. Elisabeth Coudoux: Cello. Antoine Duykers: Schlagzeug/Perkussion.

 

28. OktoberSandro Mugavero Quartett (I/D).

Sandro MugaveroSchlagzeug. Gregor Goldbach: Gitarre. Christian SchmitzKontrabass.Irmgard MugaveroGesang.

 

18. November, Duo Cassotto mit Silke Taxhet (D).

Nina Leonards: Violine, Gesang. Stefan Michalke: Akkordeon, Piano. Silke TaxhetKlarinette.

 

1. Dezember (Ausnahme: Samstag, 20 Uhr), Joscho Stephan Trio (D).

Joscho Stephan: Sologitarre. Günther StephanRhythmusgitarre. Volker KampKontrabass.

 

13. Januar, Karolina Strassmayer & Drori Mondlak – KLARO!  With Hans Vroomans and Thomas Stabenow (AUT/USA/NL/D).

Karolina Strassmayer: Altsaxophon. Drori Mondlak: Schlagzeug. Hans Vroomans: Piano. Thomas Stabenow: Kontrabass.

 

10. FebruarLudger Singers Krämfräsch (D).

Ludger Singer: Piano. Uli WinzKontrabass. Stefan Kremer: Schlagzeug.

 

10. MärzSteve Houben meets SKR Trio (B/D).

Steve HoubenAltsaxophon. Norbert Scholly: Gitarre. Christian Raymond: Kontrabass. Stefan Kremer: Schlagzeug.

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(Wird alles auch noch zeitnah auf meiner Hauptseite AachenNews.org angekündigt)

Jetzt sehen wir wieder die Monsterflaggen

In der Jakobstraße in Aachen gesehen: Häßliche Monsterflagge, die auch noch so die Fenster bedeckt, dass weniger Tageslicht in die Räume fällt. Und diese Lappen werden noch Tage nach dem Endspiel am 15. Juli 2018 nicht zügig abgenommen. Besonders sympathisch ist das nicht. Man wird an bestimmte US-Amerikaner und Türken erinnert, die derzeit vor lauter Nationalismus kaum gehen können. Sehr umcharmant.

 

„Der Traum vom selbstbestimmten Leben“

Kindern erklären, wie man über die Straße geht, ohne dabei zu Schaden zu kommen: Das und vieles mehr könnte ehrenamtlich geschehen, wenn es das Bedingungslose Grundeinkommen schon gäbe. Hier: In der Mataréstraße in Aachen ist ein Polizist aktiv.

Aus dem Pressebüro der Stadt Aachen erreicht uns folgende Meldung: Die Stadt Aachen und RWTHextern laden alle am Veranstaltungsformat „Uni im Rathaus“ interessierten Menschen am Donnerstag, 21. Juni, um 19.30 Uhr zu einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Bedingungsloses Grundeinkommen – Der Traum vom selbstbestimmten Leben“. Die Veranstaltung findet statt im Krönungssaal des Aachener Rathauses.

Klingt es nicht verlockend, ein Grundeinkommen zu erhalten, ohne dafür etwas leisten zu müssen? Die Idee eines bedingungslosen Einkommens ist eine Lieblingsidee der Deutschen Piratenpartei, und sie ist nicht neu. Wie in einem Film neulich zu sehen war, gibt es zahlreiche Pilotprojekte und Studien, die sich dem Thema widmen.

Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung der Gesellschaft und dem damit einhergehenden Wandel werden im Krönungssaal verschiedene Modelle des Grundeinkommens unter Experten diskutiert. „Doch ist das Grundeinkommen wirklich die Antwort für zahlreiche gesellschaftliche Probleme und Veränderungen?“, fragt die Pressestelle. Und weiter: „Wie soll ein solches Einkommen finanziert werden, damit es den Menschen auch eine Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht?“

An diesem Abend diskutieren bei „Uni im Rathaus“ Professor Dr. Ralph Rotte von der RWTH Aachen, Professor Dr. Ute Antonia Lammel von der KatHO NRW am Standort Aachen, Professor Dr. Markus Fredebeul-Krein von der FH Aachen und Prof. Dr. Malcolm Schauf von der FOM Düsseldorf über das Für und Wider eines bedingungslosen Grundeinkommens. Sie geben Antworten auf die aktuellen Fragestellungen.

Der Eintritt zur Podiumsdiskussion ist kostenfrei. Eine Anmeldung nicht erforderlich.

In der Volkshochschule: Ausstellung über „Endlich Wachstum!“

Das Team vom „Kanal Trivial“ hat mal wieder ein Video produziert. Marc Teuku und Andreas Müller haben die Ausstellung „Endlich Wachstum!“ in der Volkshochschule (VHS) in Aachen besucht.

Die Ausstellung ist Teil eines tollen Programms, das die Initiative „Aachen im Wandel“ auf die Beine gestellt hat. Es gibt Workshops, einen alternativen Stadtplan, Vorträge zu spannenden Themen und vieles mehr. Anne erklärt in einem kurzen Interview, worum es geht, welche Themen die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung erwarten können und wo es Informationen zu den Veranstaltungen gibt. Ihr werdet über Facebook zu dem Video gelangen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 26. Mai auf der 2. Etage der VHS in der Peterstraße (Bushof-Gebäude) zu sehen. Anschauen lohnt sich!

Aachener Bauprojekt: ausgezeichnet und ausgestellt

Ausgezeichnet: die neue Wohnanlage in der Stolberger Straße in Aachen, schräg gegenüber von der neuen Moschee.  Fotos: Archiv April 2017

„Gutes Bauen im öffentlich geförderten Wohnungsbau“: Die Ausstellung zum NRW-Landespreis 2017 für Architektur, Wohnungs- und Städtebau macht von Mittwoch, 2. Mai, einen Monat lang Station in Aachen.

Während der Öffnungszeiten des Verwaltungsgebäudes Am Marschiertor, Lagerhausstraße 20, werden landesweit ausgezeichnete Projekte präsentiert, darunter auch das Aachener Bauvorhaben „Neues Wohnen im Ostviertel“ (gegenüber von der Moschee, Stolberger Straße) der gewoge AG. Derzeit tourt die Wanderausstellung durch NRW. So war sie zum Beispiel im April bereits in Münster zu sehen und reist nach dem Halt in Aachen im Juni weiter nach Köln.

Zuvor sind am 9. Oktober 2017 durch Ministerin Ina Scharrenbach gemeinsam mit dem Präsidenten der Architektenkammer Nordrhein- Westfalen, Ernst Uhing, insgesamt zehn Projekte mit dem NRW-Landespreis 2017 für Architektur, Wohnungs- und Städtebau ausgezeichnet worden. Prämiert wurden Wohngebäude, zu Wohngebäuden umgenutzte Nichtwohngebäude, Bau- und Wohngruppenprojekte sowie Gebäudegruppen und Wohnquartiere, die bei einer hohen Nutzungs- und Gestaltqualität unterschiedliche Bewohnergruppen ansprechen.

Hierzu zählen auch besondere Wohnformen wie zum Beispiel Studierendenwohnanlagen sowie Senioren- und Behindertenwohnanlagen.

Der Aachener Sieger „Neues Wohnen im Ostviertel“ überzeugte die Jury vor allem mit dem „besonderen Augenmerk auf die Weiterentwicklung des Quartiers“. Die Anlage an der Stolberger Straße besteche „durch eine hohe Qualität in Planung und Ausführung. Des Weiteren hieß es in der Beurteilung: „Zuschnitt und Anordnung der Grundrisse bieten attraktiven Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen, zudem für Menschen mit besonderem Hilfebedarf.“

Das weiße Gebäude ganz hinten links ist die Moschee. Rechts: der Wohnungsbau.

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Die Ausstellung ist ab 2. Mai kostenlos bis zum 30. Mai zu sehen im Foyer des Verwaltungsgebäudes Am Marschiertor, Lagerhausstraße 20.

Öffnungszeiten: montags bis donnerstags 8 bis 18 Uhr, freitags 8 bis 15.30 Uhr.

Profifußball ganz ohne Verantwortung?

2018 findet bekanntlich in Russland die Fußball-Weltmeisterschaft statt (14. 06. bis 23. 07.). Ein guter Grund für die  Leute von LOGOI in der Aachener Jakobstraße, sich den Fußball mal unter philosophischen Aspekten anzuschauen. „Die Verantwortungsproblematik im Profifußball“ wollen sie in zwei Vorträgen untersuchen.

Sie haben deshalb zwei Personen eingeladen, die sich auskennen: Prof. Elk Franke und Dr. Moritz Küpper. Und in der Einladung zu der Veranstaltung heißt es:

„Fußball findet in der Freizeit- und Mediengesellschaft über alle gesellschaftlichen Grenzen hinweg deutlich größere Beachtung als andere Sportarten. Welchen Einfluss nimmt er auf die Gesellschaft, und welche Verantwortungsproblematik bringt es für den Profifußball mit sich, wenn wichtige Spiele an umstrittenen Austragungsorten stattfinden?“

Elk Franke ist Professor für u.a. Sportphilosophie an den Universitäten Osnabrück, Berlin und Bremen mit dem Arbeitsschwerpunkt Ethik und Ästhetik des Sports. Dr. Moritz Küpper ist Sportredakteur beim Deutschlandradio. 2017 erschien sein Buch „Es war einmal ein Spiel – Wie der Fußball unsere Gesellschaft beherrscht“, erschienen im „Verlag Die Werkstatt“.

Die Veranstaltung findet statt am Sonntag, 6. Mai, in der Jakobstraße 25a in Aachen. Beginn ist um 12 Uhr, ein Eintritt wird nicht verlangt.

Über diese und weitere Veranstaltungen, s. hier: http://www.logoi.de

Aachen: Literaturpreis für Robert Menasse

Den mit 20.000 Euro dotierten Walter-Hasenclever-Literaturpreis der Stadt Aachen erhält in diesem Jahr der Wiener Schriftsteller und Essayist Robert Menasse. „Verdient“, kann ich da nur sagen.

Die Mitteilung machte  – laut Presseamt der Stadt Aachen – bei einer Pressekonferenz die Vorsitzende der Walter-Hasenclever-Gesellschaft, Dr. Barbara Schommers-Kretschmer. Menasse veröffentlichte im vergangenen Jahr unter dem Titel „Die Hauptstadt“ einen satirischen Roman über die EU. Dieses Buch ist vergnüglich zu lesen: Der Autor macht sich über die EU lustig, aber man spürt beim Lesen, dass er die EU für ein ungeheuer wichtiges und gutes Projekt hält.

Die Jury würdigt jetzt das Gesamtwerk des 1954 geborenen Autors und seine konkrete Vision einer „konsequent Währung, Wirtschaft und Politik einschließenden Europäischen Union.“ Der Festakt zur Verleihung wird am Sonntag, 18. November 2018, im Ludwig Forum in Aachen stattfinden. Einjeder ist eingeladen.

„Robert Menasse hat eine geniale Art, Texte zu verfassen, die fast gemalt wirken und enorme Komik beinhalten, dabei aber auch wichtige Themen aus Politik und Philosophie behandeln“, stellte Schommers-Kretschmer das literarische und essayistische Werk des Autors heraus. Menasse setze sich in seinen Essays verstärkt für eine gesamteuropäische Idee ein und stelle sich entschieden gegen nationale Interessen.

Gerade in der heutigen Zeit, mit dem Aufschwung von nationalistischen Bewegungen in ganz Europa, sei eine entschiedene Stimme wie die des Österreichers besonders wertvoll. In seinem „Manifest für die Begründung einer Europäischen Republik“ schreibe Menasse die Kraft zur Veränderung der europäischen Krise nicht den sogenannten Pragmatikern zu, sondern den „Träumern“, den utopischen Denkern, den Philosophen und Dichtern.

Die Walter-Hasenclever-Gesellschaft lobt in ihrer Erklärung ausdrücklich Menasses Fähigkeit, die sonst getrennt wahrgenommenen Bereiche Literatur/Kunst, Politik und Philosophie zu einer neuen Produktivität zu verbinden, als „Think Tank neuer, humanistischer, gesamteuropäischer Perspektiven.“ Mit seiner starken Position zu Europa und der Frage „Wie stehen wir – aus der Geschichte heraus – zu Europa?“ treffe er genau das Anliegen des Namensgebers des Preises, Walter Hasenclever, so die Begründung der Jury.

s. dazu auch das Projekt von Ulrike Guérot und Robert Menasse:

https://wemakeit.com/projects/the-european-balcony-project

Über das, was mit Europa zu machen ist, hat Holger Klein (Holgi) podcastmäßig ein sehr, sehr hörenswertes Interview gemacht. Wrint, „Wer redet, ist nicht tot“, ihr wisst Bescheid.

https://wrint.de/2018/03/25/wr799-die-europaeische-republik/