Sonntag: Aktionstag der Aachener Museen

Am Sonntag, 17. Mai, ist Internationaler Museumstag. Die Aachener Museen feiern ihn bei freiem Eintritt und haben uns ihr vielfältiges Programm zukommen lassen.

Unter dem Motto „Museen führen Diverses zusammen“ feiern die Museen in ganz Deutschland den Aktionstag. Auch die Aachener Museen haben sich einiges vorgenommen.

Das ganze Programm:

Internationaler Museumstag in Aachen
Sonntag, 17. Mai 2026
Eintritt frei

11.00 Uhr
Eröffnung der Ausstellungstrias „Das Pferd. Drei Museen“
Aula Carolina

Pontstraße 7, Aachen

im Rahmen des Aachen WM Special widmen sich drei Aachener Museen – das Suermondt-Ludwig-Museum, das Centre Charlemange und das Ludwig Forum – dem Thema Pferd in Kunst, Fotografie und Film.
Der Eintritt zur feierlichen Eröffnung ist frei. Anschließend können alle Ausstellungen bei freiem Eintritt in den Museen besucht werden.

Centre Charlemagne
10.00 – 18.00 Uhr

Katschhof 1, Aachen

10.00 – 18.00 Uhr

Kinderrallye – Entdecken Sie mit Ihren Kindern das Centre Charlemagne! 

Es winken kleine Preise.

11.00 Uhr

Aachen für alle – Familienführung durch die Dauerausstellung mit Dr. Monika Haas

(Treffpunkt: Foyer)

12.00 Uhr

Aachen international!

Themenführung durch die Dauerausstellung mit Sibylle Reuß 

(Treffpunkt: Foyer)

Die diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen Aachens reichten schon unter Karl dem Großen von Bagdad bis nach Skandinavien. Gesandtschaften aus aller Herren Länder trafen sich in Aachen, um Verträge auszuhandeln, so 1668, 1748 und 1818. Kurze Zeit gehörte Aachen zu Frankreich, die Industrialisierung wurde maßgeblich von belgischen Industriellen vorangetrieben und heute versteht Aachen sich als Europastadt im Dreiländereck. Die Führung zeigt, wie sich die internationalen Beziehungen der Stadt im Laufe der Zeit verändert haben und wo es vielleicht auch immer noch Kontinuitäten gibt.

13.00 Uhr

„Ich war noch nie im Centre Charlemagne“

Beichtgespräche mit Museumsleiter Frank Pohle

(Treffpunkt: Auditorium)

Wir sind ja der festen Überzeugung, dass es zu den acht Todsünden gehört, noch nie das Centre Charlemagne besucht zu haben! Kommen Sie mit sich ins Reine und erleichtern Sie Ihr Gewissen im Beichtgespräch mit der Museumsleitung. Was hat Sie bisher abgehalten? Was erwarten oder befürchten Sie? Was tun wir eigentlich so den ganzen Tag? Und wofür sind Museen eigentlich gut? Braucht man die? Und was haben Sie davon? – Ein Angebot für absolute Neueinsteiger. Denn: Zur Umkehr ist es nie zu spät!

14.00 – 16.00 Uhr 

Menschen unterwegs

Ein Workshop für Groß und Klein mit Kathrin Philipp-Jeiter und Petra Hellwig

(Treffpunkt: Didaktikraum)

Im frühen Mittelalter reisten weniger Menschen als heute. Der Herrscher war mit seinem Gefolge und Heer unterwegs, es reisten Pilger, Händler, Diplomaten oder Handwerker. Eines war allen Reisenden gemeinsam: sie durchquerten unwegsames Gelände, das Reisen war mühsam und gefährlich. Wo fand man eine Übernachtungsmöglichkeit? Welche Transportmittel wurden genutzt? Was gehörte ins Reisegepäck? Wie versorgte man sich unterwegs mit Lebensmitteln? Im Workshop im Workshop können eine Reiserolle oder Münzen und Geldkatzen gestaltet werden.

15.00 Uhr

Grenzen in, um und von Aachen

Themenführung durch die Dauerausstellung mit Museumsleiter Frank Pohle 

(Treffpunkt: Foyer)

In der Geschichte allgemein wie auch in der Geschichte Aachens begegnen ständig Grenzen – zwischen Menschen, Gruppen, Schichten, Völkern, Staaten, Sprachen. Es begegnen aber ständig auch Grenzüberschreitungen, gewollte und ungewollte. Welche Grenzen waren für Aachens Stadtgeschichte wichtig? Welche wirken bis heute fort? – Nehmen wir einen etwas anderen Blickwinkel auf die Dauerausstellung des Centre Charlemagne ein.

16.30 Uhr

Tradition – Emotion – Innovation. 100 Jahre CHIO Aachen

Ein Rundgang durch die Fotoausstellung mit Dr. Doris Beaujean und Frank Pohle 

(Treffpunkt: Foyer)

Der CHIO Aachen ist allen Aachenerinnen und Aachenern und allen Menschen in unserer Region ein Begriff. Rund 90 Fotografien aus seiner hundertjährigen Geschichte sind im Foyer zu sehen. Die Ausstellungseröffnung findet am Internationalen Museumstag statt, sodass Sie dann erstmals Gelegenheit haben, die Ausstellung hier (und andere der Kunst- und Kulturgeschichte des Pferdes gewidmete Ausstellungen im Suermondt-Ludwig-Museum und im Ludwig Forum) zu besuchen. Die Kuratoren der Ausstellung, Dr. Doris Beaujean vom CHIO-Museum des Aachen-Laurensberger Rennvereins und Dr. Frank Pohle vom Centre Charlemagne geben im Rahmen eines Rundgangs eine kleine Einführung in das Gezeigte. Was wird erzählt? Was fehlt vielleicht auch? Woran erinnern Sie sich? Was entdecken Sie wieder?

Zollmuseum Friedrichs

Horbacher Straße 497, Aachen-Horbach

Da das Zollmuseum Friedrichs ausschließlich mit Führung zugänglich ist, ist es außerhalb und während der Termine für Individualbesucher leider geschlossen. Bitte versuchen Sie daher unbedingt, zu den Veranstaltungen pünktlich zu erscheinen.

14.30 Uhr 

Verbindung über Grenzen hinweg

Humor und Musik, Bergbau und Industrie, Straße und Eisenbahn, Kultur und Geschichte

Führung und Kurzvortrag mit Peter Dinninghoff

Da das Zollmuseum Friedrichs bietet eine Fülle spannender Themen über das Leben an der Grenze, die oftmals weniger getrennt als verbunden hat. Wir geben einen Einblick in Geschichte und Geschichten – lebendig, überraschend, für alle Altersgruppen.

18.00 Uhr 

Sich über Grenzen besser verstehen

Ein unbekannter Todeszaun, die Siegfried-Line und eine Familien-Staatsaffäre mit Aachen-Bezug

Führung und Kurzvortrag mit Peter Dinninghoff

Da das Zollmuseum Friedrichs bietet eine Fülle spannender Themen über das Leben an der Grenze, die eine stete Aufforderung zu ihrer Überwindung darstellt. Wir geben einen Einblick in Geschichte und Geschichten – lebendig, überraschend, für alle Altersgruppen.

Internationales Zeitungsmuseum
10.00 – 17.00 Uhr

Pontstr. 13, Aachen

www.izm.de

Sie waren noch nie im Museum, sind aber neugierig? Oder kommen Sie aus voller Überzeugung immer wieder? – Jetzt besteht erneut eine Gelegenheit mit vielen Angeboten für Groß und Klein, die Aachener Museen kennen zu lernen. Immer am dritten Sonntag im Mai begehen wir den „Internationalen Museumstag“. Er steht stets unter einem Motto, das zentral vorgegeben ist. In diesem Jahr lautet es: „Museen führen Diverses zusammen“, auch und gerade in Zeiten, in denen Sparzwänge darauf drängen, die eigene Rolle in der sich schnell wandelnden, hoch diversen Gesellschaft zu überdenken. Alle städtischen Museen Aachens beteiligen sich am Museumstag, der zugleich ein Tag der Offenen Tür für alle ist.

11.30 Uhr

Heiraten in Aachen

Einblicke in fremde Welten mit Museumsleiter Andreas Düspohl 

(Treffpunkt: Trauraum)

Heiraten verbindet. Im Trauraum des Zeitungsmuseums finden regelmäßig Hochzeiten statt. Dabei kommt es zu Begegnungen aus Kulturkreisen mit unterschiedlichen Traditionen. Einzelne Gesten, z.B. die Frage nach dem Kuss (Stirn oder Mund?) dem Ring (links oder rechts, welcher Finger?) oder die Wahl des Namens. Dazu gibt es zahlreiche kuriose Fakten und Anekdoten, die Museumsleiter Andreas Düspohl zusammengetragen hat und in einer kleinen amüsanten Führung im Trauraum zum Besten gibt.

12.30 Uhr 

Zeitungsquiz für junge Leser

mit Museumsleiter Andreas Düspohl

Woher kommt denn diese Zeitung wohl? Wir präsentieren eine Reihe von Zeitungen aus verschiedenen Ländern und in verschiedenen Sprachen und lernen etwas darüber, wie unterschiedliche Schriften, Buchstaben und Zeichen aussehen und wie Zeitungen aus fremden Ländern sich zum Teil sehr von denen unterscheiden, die wir hier gewohnt sind.

13.30 Uhr 

Aus den Beständen der internationalen Zeitungssammlung

Wichtiges und Kurioses mit Museumsleiter Andreas Düspohl

(Treffpunkt: Bibliothek)

Mit mittlerweile annähernd 400.000 Exemplaren, ist das Archiv des Zeitungsmuseums eine Institution für historisches Zeitungswesen. Im Laufe der Zeit hat sich auch eine große Zahl an kuriosen und außergewöhnlichen Exemplaren angesammelt, von denen heute einige präsentiert werden.

14.00-16.00 Uhr

Druck verbindet – Präsentation der historischen Setzerei

(Treffpunkt: Didaktikraum)

16.00 Uhr

Paul Julius Reuter und die Macht des Telegraphen

Vortrag von Museumsleiter Andreas Düspohl

(Treffpunkt: Didaktikraum)

Am Anfang war die Taube. Der geniale Kaufmann Paul Julius Reuter legte vor 160 Jahren in Aachen den Grundstein für ein weltweites Nachrichtenimperium, indem er Brieftauben als Transportmittel einsetzte. Später nutzte er den Telegraphen. Auch heute noch verbindet das Reuters-Netzwerk die (Nachrichten-) Welt. Der Vortrag erläutert die Geschichte der Nachrichtenübertragung und schildert den spannenden Aufstieg eines erfindungsreichen Pioniers.

Couven Museum

10.00 – 17.00 Uhr
Hühnermarkt 17, 52062 Aachen

www.couven-museum.de

Programm

10.00 – 17.00 Uhr

Pinnwandaktion: Was können Museen machen, um Menschen zu verbinden? 

Ihre Ideen sind gefragt.

10.00 – 17.00 Uhr

Kinderrallye – Entdecken Sie mit Ihren Kindern das Couven Museum! 

Es winken kleine Preise. 

11.15 Uhr 

Die Welt in einer Tasse! Der Wandel des Frühstücks

Ein Rundgang durch das Couven Museum 

Mit Georg Tilger

Ein etwas rätselhafter Titel – aber Rätsel sind immer spannend! Bei unserer Hausführung erhalten Sie spannende Einblicke in das Leben vergangener Zeiten, lernen die Geschichte des Hauses kennen und erleben mit wertvollen Möbeln, Kunsthandwerk und Alltagsgegenständen eingerichtete Räume. Die Führung richtet sich an alle, die sich für Geschichte, Architektur und das bürgerliche Leben früherer Jahrhunderte interessieren.

12.00 Uhr

Ein Haus erwacht zum Leben

Familienführung mit Julia Samp

Funkelnde Kronleuchter und dunkle Ecken, knarrende Fußböden und tickende Uhren, Gerüche von Gewürzen und Kräutern und viele, viele Treppenstufen rauf und runter – wir gehen gemeinsam im Couven Museum auf eine Zeitreise und erkunden das Haus, seine Möbel und die Ausstattung mit all unseren Sinnen: Wie viel vom Damals steckt noch im Heute? Was finden wir aus unserem Alltag im Jahr 2026 wieder und was hat sich verändert? 

13.00 Uhr

Was trennt und was verbindet uns im Alltag?

Ein Rundgang durch das Damals und das Heute mit Dr. Monika Haas

Das Couven Museum lädt dazu ein, Alltagsleben vergangener Jahrhunderte mit unserer heutigen Lebensweise zu vergleichen. Bei dem Rundgang entdecken Sie, wie Menschen früher gewohnt, gearbeitet und ihren Alltag gestaltet haben. Dabei wird sichtbar, was sich im Laufe der Zeit verändert hat – und was uns bis heute verbindet. Historische Räume, Möbel und Gebrauchsgegenstände erzählen anschaulich von Gewohnheiten und Bedürfnissen früherer Generationen. Lassen Sie sich inspirieren, Gemeinsamkeiten und Unterschiede neu zu entdecken.

15.00 Uhr

Salon versus Küche – 

Herrschaft und Bedienstete im bürgerlichen Alltag um 1800 

Ein Rundgang mit Dr. Monika Haas

Im Couven Museum eröffnet sich ein spannender Blick hinter die Kulissen bürgerlicher Haushalte um 1800. Die Führung beleuchtet das Zusammenspiel von repräsentativen Wohnräumen wie dem Salon und den funktionalen Bereichen der Bediensteten. Dabei wird deutlich, wie stark der Alltag von sozialen Strukturen und klaren Rollenverteilungen geprägt war. Anhand originalgetreu eingerichteter Räume lassen sich Arbeits- und Lebenswelten unmittelbar nachvollziehen. Entdecken Sie, wie Nähe und Distanz, Sichtbarkeit und Verborgenes das häusliche Leben bestimmten.

Suermondt-Ludwig-Museum

10.00 – 17.00 Uhr
Wilhelmstr. 18, Aachen

www.suermondt-ludwig-museum.de

Ganztägig:      

Offener Workshop: Kreativspaß rund um das Pferd 

Ort: Kupferstichkabinett (1.OG)

Mitmachen, knobeln, staunen – die Familienrallye für kleine und große Entdecker!

Ort: Foyer

12.00 Uhr Öffentliche Führung

„Das ganze Haus ein Zoo: Tierdarstellungen im Suermondt-Ludwig-Museum“

Mit Karl-Heinz Jeiter

Ludwig Forum für Internationale Kunst

10.00 – 17.00 Uhr
Jülicher Str. 97-109, Aachen

www.ludwigforum.de

12.00 – 16.00 Uhr
Mischwesen und Pferdemenschen – Offener Familienworkshop

In der Kunstwerkstatt entstehen fabelhafte Mischwesen, die als Steckenpferde in einem Parcours im Park und Hof des Ludwig Forum Auslauf finden. 

12.00 – 16.00 Uhr
Siebdruck-Station

Mit dem Pferdekopf-Logo der Ausstellungsreihe wird die Technik des Siebdrucks erprobt. Stofftaschen oder mitgebrachte Textilien können im eigenen Farbverlauf bedruckt werden. 

13.00 Uhr
Paarhufer und Mischwesen – Öffentliche Führung

Zwei Kamele, eine beschwipste Katze und eine Gruppe fantasievoller Mischwesen – die öffentliche Führung nimmt Kunstwerke von Nancy Graves, Ellen Gronemeyer und Bertram Jesdinsky in den Blick und schaut auf echte und unechte Kreaturen. 

15.00 Uhr
Künstler*innengespräch zur Filminstallation Centaur – Mensch und Pferd

mit Künstlerin und Filmemacherin Yalda Afsah (Centaur, 2020), dem Künstlerduo Marianne Halter & Mario Marchisella (Pferde über Wiese, 2014) und Kuratorin Esther Boehle

Hintergrund: 

Internationaler Museumstag
Der Internationale Museumstag wird vom Internationalen Museumsrat ICOM seit 1978 jedes Jahr im Mai ausgerufen. Seit 1992 wird er von einem jährlich wechselnden Motto begleitet. Der Internationale Museumstag möchte auf das breite Spektrum der Museumsarbeit und die thematische Vielfalt der Museen in aller Welt aufmerksam machen. In Deutschland steht der Internationale Museumstag unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Bundesrates.

Sie ist gekommen und wird bleiben: die Asiatische Hornisse

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend in Deutschland ausgebreitet und gilt laut Bundesregierung seit dem 25. März 2025 als „etablierte invasive gebietsfremde Art“ in Deutschland – somit auch in Aachen. Die kommunale Bekämpfungs- und Ausrottungspflicht entfällt deshalb und geht in eine sogenannte Managementphase über. Das teilte dieser Tage die Stadtverwaltung in Aachen mit.

Wieso kommt diese Hornissen-Art plötzlich zu uns? Diese Tiere kommen zu uns wegen der von Menschen hergestellten Klimaerwärmung. Im Winter wird es z. B. in unseren Breitengraden nicht mehr tagelang ultrakalt, das mögen diese Insekten. Prognose: Der Klimawandel wird uns noch viel schrecklichere Unbill bescheren.

Wie die Managementphase ausgestaltet wird, wird derzeit zwischen der Stadt Aachen und einem breiten Experteninnen- und Expertenkreis vereinbart. Das grundsätzliche Ziel: die Minimierung der Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit, die Biodiversität, sowie die Wirtschaft – besonders auf die Bienenhaltung und Imkerei.

Im Fall der Asiatischen Hornisse stoßen dabei derzeit unterschiedliche Interessen, Befürchtungen und Beobachtungen aufeinander. „Ein abgestimmtes und gemeinsames Vorgehen ist aber bei der Bekämpfung dieser invasiven Art besonders wichtig“, so der Umweltdezernent der Stadt Aachen, Heiko Thomas. „Ziel der Bemühungen ist es, die Öffentlichkeit besser zu informieren und geeignete Maßnahmen zur Gefahrenabwehr im privaten wie öffentlichen Raum zu vereinbaren.“

Die Asiatische Hornisse sieht aus wie eine Wespe, sie ist laut Bundesregierung mittlerweile „eine etablierte invasive gebietsfremde Art“, auch in Aachen. Foto: NABU Aachen/Ulrich Schwenk

Um unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen, hatte die Stadtverwaltung Vertreterinnen und Vertreter aus der professionellen Schädlingsbekämpfung, Naturschutz, Landwirtschaft und der Imkerschaft eingeladen. In Gesprächen dieses Expertenkreises wurde über Erfahrungen mit der Art, mögliche Maßnahmen sowie über eine gemeinsame Kommunikationsstrategie beraten.

Schnell wurde klar: Die Asiatische Hornisse ist bedauerlicherweise gekommen und wird hierbleiben. Es geht nun darum, ein langfristiges Vorgehen und Informationsangebot zu vereinbaren. Da sie keine natürlichen Gegner hat, wird sie nicht wieder verschwinden, wie zahlreiche andere Länder der EU – Frankreich, Niederlande und Belgien – zeigen.

Fachleute betonen, dass von der Asiatischen Hornisse grundsätzlich keine größere Gefahr für die menschliche Gesundheit ausgeht, als von heimischen Wespen- oder Hornissenarten. Die Tiere verhalten sich überwiegend defensiv und verteidigen ihre Nester nur im direkten Umfeld. Für die Allgemeinbevölkerung besteht daher kein erhöhtes Risiko. Wie bei anderen Insektenstichen gilt jedoch: Für Allergiker kann ein Stich entsprechende gesundheitliche Folgen haben.

Auswirkungen für die Imkerei

Der wirtschaftliche Schaden betrifft vor allem die Imkerei, die gezwungen ist, passende Gegenmaßnahmen zu etablieren. Die Asiatische Hornisse jagt häufig vor Bienenstöcken und kann dort Honigbienen abfangen. Da die in Europa verbreitete Honigbiene keine angepassten Abwehrstrategien besitzt, sind Imkerinnen und Imker aufgerufen, geeignete Schutzmaßnahmen für ihre Bienenvölker zu ergreifen und sich über aktuelle Empfehlungen aus Forschung und Praxis zu informieren.

Empfohlen werden unter anderem bauliche Anpassungen an den Bienenstöcken, wie verkleinerte Fluglöcher, Schutzgitter oder Schutzvorrichtungen rund um die Stöcke.

Eine Maßnahme, von der hingegen dringend abgeraten wird, ist der Einsatz der Fallenjagd auf Jungköniginnen im Frühjahr. Diese Fallen sind – trotz gegensätzlicher Produktangaben – nicht spezifisch, also lediglich auf die asiatische Hornisse ausgerichtet.

Sie bedeuten so einen Schaden für weitere Insekten, da ein immenser Beifang nachgewiesen ist. Die unspezifische Jagd mit Fallen stellt einen Verstoß gegen das Tötungsverbot aus den Paragraphen 39 und 44 des Bundesnaturschutzgesetz dar und ist somit verboten.

Gezieltes Vorgehen

Auch in Aachen nimmt die Zahl der Sichtungen zu: Während im Jahr 2024 rund 30 Meldungen registriert wurden, lag die Zahl im Jahr 2025 bereits im niedrigen dreistelligen Bereich. Etwa 40 Nester wurden im vergangenen Jahr durch städtische Stellen entfernt.

Viele Nester werden jedoch erst spät im Jahr entdeckt – häufig erst im Herbst, wenn sie in den Baumkronen sichtbar werden. Zu diesem Zeitpunkt haben sich die Tiere oft bereits weiterverbreitet, sodass eine Entfernung dann nur noch begrenzte Wirkung hat.

Großflächige Bekämpfungsmaßnahmen zeigen laut Fachleuten keinen nachhaltigen Erfolg. Zudem zeigt die Praxis, dass nur ein kleiner Teil der Nester tatsächlich an sensiblen Standorten liegt. Gleichzeitig ist die Entfernung häufig aufwendig und kostenintensiv. Deshalb wird die gezielte Bekämpfung der Asiatischen Hornisse in sensiblen Bereichen, vor allem durch Profis und zum richtigen Zeitpunkt, sowohl von der Stadt als auch von Expertinnen und Experten, empfohlen.

Daher setzt die Stadt künftig auf ein zielgerichtetes Vorgehen: Nester sollen vor allem dort entfernt werden, wo konkrete Gefahren bestehen – etwa in der Nähe von Schulen, Spielplätzen, Kindertagesstätten oder in direkter Nähe zu Wohngebäuden. Die Stadt Aachen wird im öffentlichen Bereich die Nester der Asiatischen Hornisse entnehmen, um insbesondere solche Bereiche zu schützen oder um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.

Wer also im öffentlichen Raum an einer vermeintlich sensiblen Stelle ein solches Nest entdeckt, kann dies melden unter stadt.aachen@mail.aachen.de oder telefonisch unter 0241 432-18180. Auch über den Mängelmelder der Stadt können solche Nester gemeldet werden: https://maengelmelder.aachen.de/.

Nester auf privaten Grundstücken müssen durch professionelle Anbieter, etwa Schädlingsbekämpfungsunternehmen, entfernt werden, beauftragt durch die Eigentümer.

Aufklärung ist wichtig

Alle an den Beratungen beteiligten Fachleute waren sich in einem Punkt einig: Sachliche Information ist das wichtigste Instrument im Umgang mit der Asiatischen Hornisse. In Europa muss der Umgang mit ihr erlernt und ein pragmatischer Umgang mit dieser Art entwickelt werden.

Langfristig wird es nach Einschätzung vieler Expertinnen und Experten darum gehen, mit der Art zu leben und gleichzeitig mögliche Auswirkungen auf einzelne Bereiche – insbesondere die Imkerei – so gut wie möglich zu begrenzen.

Sie haben eine Asiatische Hornisse gesichtet? Im Neobiotaportal des LANUK (Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen) können Sie Sichtungen eintragen: https://neobiota.naturschutzinformationen.nrw.de/neobiota/de/fundpunkte/erfassung

Olympia an Rhein und Ruhr und in Aachen

Dieser Tage informierte die Stadtverwaltung über Pläne hinsichtlich Olympia. Dazu wurde mitgeteilt:

Am Montag, 19. Januar, ist die Bewerbungskampagne „KölnRheinRuhr” für die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele in Nordrhein-Westfalen offiziell gestartet. 

Aachen: Zentrum des Pferdesports

Insgesamt bewerben sich 17 Städte an Rhein und Ruhr gemeinsam um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele im Jahr 2036, 2040 oder 2044. In Aachen soll neben dem Fußball insbesondere der Reitsport seinen Austragungsort finden. 

Die Dressurreiterin und erfolgreichste deutsche Olympionikin Isabell Werth unterstützt die Bewerbung: „Die Stadt Aachen steht seit Jahrzehnten für internationalen Reitsport auf höchstem Niveau. Mit dem CHIO findet hier regelmäßig ein Turnier von Weltklasse statt; nur Olympische und Paralympische Spiele würden das noch übertreffen. Das größte Sportevent im eigenen Heimatbundesland erleben zu dürfen, wäre ist für mich von großer Bedeutung. Umso mehr überzeugt mich das vorliegende Konzept für KölnRheinRuhr, und ich freue mich darauf, dieses künftig auch regelmäßig öffentlich vertreten zu können.“

Über die olympische Zukunft von Nordrhein-Westfalen dürfen jedoch zunächst die vier Millionen Menschen des Landes entscheiden: Als einzige Bewerberregion führt Nordrhein-Westfalen in allen am Konzept beteiligten Kommunen Ratsbürgerentscheide durch. Durch diese wird die Entscheidung vom Stadtrat an die Bevölkerung übertragen (§ 26 Gemeindeordnung NRW). Damit stützt sich die Region im Bewerbungsprozess auf eine größtmögliche, direkt-demokratische Basis. Kein anderer Bewerber bezieht mehr Menschen ein.

Dem Ratsbürgerentscheid in Aachen muss zunächst noch der Stadtrat zustimmen. Die Ratsbürgerentscheide sollen in ganz Nordrhein-Westfalen am 19. April stattfinden.

Um die Menschen in Nordrhein-Westfalen bis zum Ratsentscheid bestmöglich zu informieren, hat am Montag, 19. Januar, unter dem Slogan „Unsere Städte. Unsere Spiele“ eine breitangelegte Kampagne begonnen. Mit dieser wollen die 17 beteiligten Kommunen gemeinsam mit der Landesregierung, dem Landessportbund NRW und dem Behinderten- und Rehabilitationssportverband NRW, mit Athletinnen und Athleten sowie den Sportfachverbänden für ein positives Votum bei der Abstimmung werben. Zu den prominenten Unterstützern der Bewerbung KölnRheinRuhr gehören: der deutsche Para-Athlet des Jahrzehnts Markus Rehm, die Olympiasiegerin im Degenfechten und Spitzensportfunktionärin Britta Heidemann, die erfolgreichste Olympionikin Deutschlands und erfolgreichste Dressurreiterin der Welt Isabell Werth, der Fußball-Weltmeister Christoph Kramer, der Vorstandsvorsitzende der Deutz AG und Ruder-Weltmeister Sebastian Schulte sowie der ehemalige Ministerpräsident und Bundesfinanzminister a.D. Peer Steinbrück. Sie alle werden sich aktiv in die Bewerbung Nordrhein-Westfalens einbringen und mit ihrer jeweiligen Erfahrung und Expertise wichtige Impulse geben. 

Ministerpräsident Hendrik Wüst hat den Inhalt der Kampagne gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Köln Thorsten Burmester in der Kölner Lanxess Arena vorgestellt. Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Nordrhein-Westfalen will Spiele für alle. Nordrhein-Westfalen ist bereit. Mit KölnRheinRuhr bringen wir Olympische und Paralympische Spiele zu den Menschen. Nordrhein-Westfalen macht Deutschland und der Welt das Angebot für die kompaktesten, nachhaltigsten und spektakulärsten Spiele mit Zuschauerrekorden vor Rekordkulissen. Wir bieten den Athletinnen und Athleten die größte Bühne für den größten Moment ihrer Karriere.“

Olympia in Deutschland?

Die finale Entscheidung für eine deutsche Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele fällt am Samstag, 26. September 2026, im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des DOSB. Sollte sich Berlin im Bewerbungsprozess durchsetzen, würde der Reitsport ebenfalls in Aachen stattfinden.

Die Austragungsorte im Überblick:

  • Aachen – Fußball, Reitsport | Para Dressursport
  • Bochum – Fußball, Moderner Fünfkampf
  • Dortmund – Fußball, Handball
  • Duisburg – Kanu-Rennsport, Rudern, Sportklettern | Para Kanu, Para Rudern, Para Sportklettern
  • Düsseldorf – 3×3 Basketball, Badminton, Basketball, Beachvolleyball, Fechten, Handball, Judo, Ringen, Tischtennis, Triathlon, Volleyball | Blindenfußball, Goalball, Para Badminton, Para Boccia, Para Judo, Para Taekwondo, Para Tischtennis, Para Triathlon Rollstuhlbasketball, Rollstuhlfechten
  • Essen – Boxen, Fußball, Gewichtheben, Radsport (BMX Freestyle & Racing), Schießen | Para Powerlifting, Para Sportschießen, Sitzvolleyball
  • Gelsenkirchen – Schwimmsport | Para Schwimmen
  • Krefeld – Rollstuhlrugby, Taekwondo
  • Kiel/Warnemünde – Segeln
  • Köln – Leichtathletik 7er-Rugby, Bogenschießen, Fußball, Marathonschwimmen, Radsport (Bahnradrennen), Radsport (Straße), Tennis, Turnen | Para Bogenschießen Para Leichtathletik, Para Radsport (Bahn), Para Radsport (Straße), Rollstuhlbasketball, Rollstuhlrugby, Rollstuhltennis, Sitzvolleyball
  • Leverkusen – Fußball
  • Markkleeberg (Sachsen) – Kanu-Slalom
  • Mönchengladbach – Hockey
  • Monheim am Rhein – Skateboarding
  • Oberhausen – Volleyball
  • Pulheim – Golf
  • Recklinghausen / Herten– Radsport (Mountainbike)
  • Wuppertal – Fußball, Wasserball

olympiabewerbung.nrw

Wie jedes Jahr: Stadt spricht ein Böllerverbot aus. Wo wird bestimmt trotzdem geböllert? In Aachen.

Alle Jahre wieder . . . spricht die Stadtverwaltung ein Feuerwerksverbot aus. Das soll an Silvester gelten, nur: Es hält sich nie jemand dran. Mal sehen, ob es dieses Jahr klappt. Prognose: Klappt nicht.

Da hatte man gedacht, die „Verbotspartei“ hat im Rathaus die Mehrheit verloren und es sitzt keine Grüne mehr im Chefsessel vom Rathaus, da macht die CDU einfach weiter mit Verbotspolitik. Foto: AachenNews Archiv

Der alte Brauch, das neue Jahr mit Donnerschlägen und Leuchtgeschossen zu begrüßen ist nicht totzukriegen. Über 50 Organisationen haben sich bundesweit zusammengetan, um der Silvesterknallerei ein Ende zu bereiten. Man wendet sich an die Innenminister-Konferenz. Motto: „Böller Ciao“. 

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert von den Innenminister*innen der Länder sowie vom Bundesinnenminister ein bundesweites Verbot privater Silvesterböller und -raketen. Die Niederlande hätten bereits erkannt, dass die verheerenden Folgen von privatem Silvesterfeuerwerk „nur durch ein flächendeckendes Verbot gestoppt werden könnten,“ so wurde mitgeteilt. Innenminister Alexander Dobrindt weigere sich jedoch, Konsequenzen zu ziehen.

Silvester, das bedeutet leider auch: Einsatzkräfte werden mit Raketen attackiert, Millionen Haus-, Nutz- und Wildtiere geraten in panische Angst, und an keinem Tag des Jahres ist die Luft so stark mit Feinstaub belastet wie in der Silvesternacht. Hinzu kommt, dass sich an Böllern viele schwer verletzen. 

Das Verbot zum Abbrennen von Feuerwerkskörpern gilt in Aachen ab dem 31. Dezember 2025 um 0 Uhr bis zum 1. Januar 2026 um 24 Uhr. Nicht mitführen darf man Feuerwerkskörper in dem angezeigten Bereich (s. unten) ab dem 31. Dezember 2025  um 18 Uhr bis zum 1. Januar 2026 um 24 Uhr. Die Allgemeinverfügung ist hier:  aachen.de/ohnefeuerwerk

Zusätzlich weist die Stadt Aachen darauf hin, dass das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden oder Anlagen grundsätzlich verboten ist. Dies gilt auch für alle Bereiche außerhalb des Grabenrings. Somit dürfen zum Beispiel in Kornelimünster oder Burtscheid auch nur eingeschränkt Feuerwerkskörper gezündet werden. 

Das Verbot betrifft alle öffentlichen Straßen, Gehwege, Wege, Plätze und Anlagen sowie private Straßen, Zuwegungen, Grundstücke und Gebäude des innerstädtischen Grabenrings und den von diesem umfassten Innenbereich sowie den Theaterplatz. Foto: Stadt Aachen

Der OB bietet Sprechstunden an: Im Rathaus, in Kneipen und Gaststätten

Oberbürgermeister (OB) Dr. Michael Ziemons (CDU) hat viel vor, er möchte mit Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt treten. „Er erweitert ab sofort die Angebote für den direkten Austausch mit den Bürger*innen“, das teilte der Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing der Stadtverwaltung gestern mit. 

Ziel sei es, den Dialog noch niedrigschwelliger, offener und bürgernäher zu gestalten. „Darüber hinaus wird es deutlich mehr Bürgersprechstunden geben – im Rathaus, aber auch ganz bewusst dort, wo die Menschen sind: in Kneipen, Gaststätten, Stadtteilzentren und weiteren Einrichtungen vor Ort“, erklärte Ziemons.

Foto: AachenNews.org Archiv

Er werde außerdem mit einer Dialogtour durch die Außenbezirke und Institutionen gehen. Mit diesen neuen Formaten möchte Ziemons den direkten Kontakt stärken unddie Anliegen der Menschennoch besser kennenlernen. Durch die Präsenz in unterschiedlichen Stadtteilen und Begegnungsorten sollen Hemmschwellen abgebaut und mehr Gelegenheiten geschaffen werden, unkompliziert ins Gespräch zu kommen.

Die Sprechstunden finden grundsätzlich im Rathaus statt, die erste beginnt am Freitag, 16. Januar, um 11 Uhr. Hierfür wird um Anmeldung gebeten unter: assistenz.ob@mail.aachen.de   

Die erste Kneipensprechstunde findet am Montag, 19. Januar, von 18 bis 21 Uhr im KiezKini, Promenadenstraße 46, statt. Anmeldung hierzu ist nicht erforderlich. Alle aktuellen Termine für Sprechstunden, für die Dialogtour sowie Hinweise zu weiteren Beteiligungsformaten würden fortlaufend auf aachen.de veröffentlicht, so wird zugesagt.

Karlspreis: Auf Jürgen Linden folgt jetzt Armin Laschet

Dr. Jürgen Linden, der beim Karlspreis den Vorsitz des Direktoriums seit 2010 innehatte und seit 1989 Mitglied des Gremiums ist, gibt seine Funktion auf eigenen Wunsch ab. Als Nachfolger übernimmt Armin Laschet, MdB und Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen a.D., die Leitung des Direktoriums.

Laschet war Mitglied des Direktoriums von 1999 bis 2020 und ist es seit 2022 wieder. Die Wahl erfolgte am Nachmittag des 5. Dezembers bei der Sitzung des Direktoriums in Aachen.

Foto: Karlsmedaille

Jürgen Linden sorgte damals bezüglich Karlspreis – als die Verleihung bürgerfern, abgehoben und zur Sache einer Gruppe konservativer, alter Männer geworden war – für viele Neuerungen und frischen Wind.

Zur Erinnerung: Der Karlspreis, der 1950 erstmals vergeben wurde, ist der älteste und bekannteste Preis, mit dem Persönlichkeiten oder Institutionen ausgezeichnet werden, die sich um Europa und die europäische Einigung verdient gemacht haben.  

Linden habe den Internationalen Karlspreis „maßgeblich geprägt und sich unermüdlich für die europäischen Werte und die Förderung des Völkerverständigungsgedankens eingesetzt“, heißt es in der Pressemitteilung ganz richtig.

Als Oberbürgermeister der Stadt Aachen (1989 bis 2009) und seit 2010 als Vorsitzender des Direktoriums habe er die Arbeit der Karlspreisgesellschaft entscheidend vorangetrieben. Er habe den Preis mit großen Verleihungen an Václav Havel (1991), Bill Clinton (2000), Papst Johannes Paul II. (2004) bis hin zu Wolodymyr Selenskyj (2023) sowie dem großen 75-jährigen Jubiläum im Jahr 2025 mit der Verleihung an Ursula von der Leyen international noch sichtbarer gemacht. Nach über drei Jahrzehnten bleibt er nun der Karlspreisgesellschaft in beratender Funktion verbunden.

„Überzeugter Europäer“

Mit der Wahl von Armin Laschet übernehme „eine prominente Persönlichkeit und ein überzeugter Europäer“ den Vorsitz, so wurde mitgeteilt. Laschet, der als ehemaliger Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und aktuell als Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages stets für europäische Einheit und Kooperation eingetreten sei, werde die Arbeit der Karlspreisgesellschaft im Sinne der bisherigen Traditionweiterführen.

Neu am Büchel in Aachen: Feine Bettwäsche und mehr

Aachens Geschäftswelt ist um eine Attraktion reicher: In der Innenstadt hat das Unternehmen „N&K Bielefelder Wäsche“ neue Räume bezogen. Wo zuvor „Harris & Schirp“ luxuriöse Mode für Damen verkauften, geht jetzt hochwertige Bettwäsche über die Theke. Es gibt außerdem Handtücher (u. a. aus Biobaumwolle) und Schlafanzüge, die man am liebsten gar nicht mehr ausziehen möchte (selbst erlebt). 

Am Büchel gibt es neuerdings Bettwäsche in besonderer Qualität und in ganz wunderbaren Designs und Farben.

Das Unternehmen war am Kapuzinergraben ansässig, es ist erst kürzlich zum Büchel umgezogen. Nordmeyer & Kortmann in Bielefeld, das war 1862 eine typische Aussteuerfirma. In Aachen kann man die Textilen für Bett, Tisch und Bad seit mehr als 60 Jahren kaufen, übrigens auch online https://nk-bielefelderwaesche.de/

Superweich, aufwendig gewebt und auch nach jahrzehntelangem Gebrauch noch wie neu: Wer läge nicht gerne gelegentlich in Mako-Satin und 100 Prozent Baumwolle? Warnung: So viel Luxus hat seinen Preis. Wenn man allerdings die Langlebigkeit der Teile bedenkt, kommt man ins Grübeln. – Während nun am Büchel kein Leerstand zu beklagen ist, sieht es in der Adalbertstraße anders aus. 

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Gut 50 Jahre war es in Aachen in der Adalbertstraße zu finden: das Schuhhaus Kämpgen. Dort arbeitet jetzt alles auf die Schließung hin. Grellrot beklebte Schaufensterscheiben machen klar: Dort ist vielleicht noch ein Schnäppchen zu drin und dann gar nichts mehr. Ein großer Laden auf 2 Etagen steht bald leer.

Schon wieder ein Aachener Schuhgeschäft: Räumungsverkauf. 

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Nächste Info aus Aachens Geschäftswelt: Intersport Plum – bekannt aus Roetgen – übernimmt zum 1. Dezember alle sechs Standorte des Aachener Sporthaus Drucks. Das teilte das Unternehmen mit. Drucks und Plum gehören beide zum Sportfachhandelsverbund der Intersport Deutschland eG. 

Ändern wird sich für die Kundschaft so gut wie nichts: Das gewohnte Sortiment bleibt erhalten, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter behalten ihre Arbeitsplätze. 

Drucks in Aachen: Dort gibt es von Outdoor über Running und Fitness bis zu Teamsport, Bademode, Ski alles was Sportler*innen brauchen.

Hell erleuchtet und gut gesichert: der Weihnachtsmarkt 2025

Die Welt mag aus den Fugen geraten, einen Weihnachtsbaum (12 Meter hoch und 40 Jahre alt) auf dem Marktplatz gibt es auf jeden Fall.

Am Freitag, 21. November, um 18 Uhr wird er eröffnet: der Aachener Weihnachtsmarkt. Über 1,3 Millionen Menschen besuchten ihn 2024, sagen die Veranstalter. Man möchte wissen wie sie die gezählt haben. 125 Buden wird es dieses Jahr geben, die Zahl ist überprüfbar.

Die Nordmanntanne auf dem Markt ist 2025 erstmals mit Kugeln geschmückt, 121 werden es sein. Es dominieren aber die Lichterketten, man sieht quasi vor lauter Licht den Baum nicht mehr.

Wer aus der Ferne anreist (z. B. aus Baesweiler oder Monschau) wird irgendwo parken wollen, zum Beispiel am Waldfriedhof oder im Tivoli-Parkhaus. Ab da gehts weiter mit dem Bus. Das Parkhaus am Klinikum steht erstmals ebenfalls zur Verfügung.

Für die Sicherheit ist gesorgt, meint nach intensiver Prüfung die Polizei (täglich auf dem Weihnachtsmarkt präsent). Die Sicherheitspoller werden hochgefahren, und es gibt die neuen Sperren, die schon zur Karlspreisverleihung zum Einsatz kamen. Die werdet ihr an allen Zugängen zum Weihnachtsmarkt passieren müssen. Bei der Terrorabwehr hilft die Stadtverwaltung natürlich bereitwillig und gern.

s. auch Aachenweihnachtsmarkt.de

Zahlen aus 2022 zeigen: Über 60.000 studieren in Aachen und Jülich

Pünktlich zum Beginn des Wintersemesters 2025 befasst sich die Ausgabe von „Aachen in Zahlen“ mit den Studierenden. Die Stadt Aachen wird stark durch die ansässigen Studierenden geprägt. Dies schlägt sich auch in den Bevölkerungsstatistiken nieder. Das teilte jetzt der Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing der Stadtverwaltung mit.

Die letzten offiziellen Zahlen des Statistischen Bundesamt aus dem Wintersemester 2022 beziffern die Gesamtzahl der Studierenden in der Städteregion Aachen (inklusive Standort Jülich) auf 60.315

Ein erheblicher Teil dieser Studierenden lebt im Stadtgebiet. Laut den Zahlen des Zensus 2022 betrug der Anteil der Personen zwischen 20 und 29 Jahren an der Gesamtbevölkerung in der Stadt Aachen 23 Prozent. In dieser Kategorie ist Aachen unter den kreisfreien Städten in NRW Spitzenreiter. In dieser Ausgabe wird erläutert, wie weitreichend der Einfluss der Studierenden auf verschiedene (Bevölkerungs-)Statistiken ist.

Geschlechterverhältnis: schlecht

Aachen ist nicht nur allgemein als Studierendenstadt bekannt, sondern auch für das ungleiche Geschlechterverhältnis der Studierenden aufgrund der immer noch männlich dominierten technischen Studienfächer. Dieses Verhältnis spiegelt sich auch in den Bevölkerungsstatistiken wider. In den Ergebnissen der bundesweiten Volkszählung des Zensus 2022 wiesen lediglich die Städte Gießen, Marburg, Tübingen und Heidelberg einen größeren Anteil an Personen zwischen 20 und 29 Jahren auf.

Im Bezug auf den Anteil der Männer in dieser Altersklasse an der Gesamtbevölkerung ist Aachen bundesweiter Spitzenreiter. 13,8 Prozent der Bevölkerung sind Männer zwischen 20 und 29 Jahren. Das entspricht einer Gesamtzahl von 36.095. Lediglich Neubiberg, Standort der Bundeswehruniversität München, hat einen ähnlich hohen Anteil mit 13,7 Prozent. Hier beträgt die Gesamtzahl der Männer in dieser Altersklasse allerdings lediglich 1.970.

Wanderungsbewegungen


Auch auf die Zu- und Wegzüge in Aachen haben die Studierenden einen deutlich messbaren Einfluss. In den Jahren 2014 bis 2024 betrug die durchschnittliche Anzahl der Zuzüge bei Personen zwischen 20 und 29 Jahren 9.990 und die durchschnittliche Anzahl der Wegzüge 9.518.

Obwohl diese Altersgruppe laut Zensus nur 23 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht, weist die gesamte restliche Bevölkerung der Stadt Aachen kaum höhere Zahlen auf. Hier wurden durchschnittlich 10.710 Zuzüge und 10.063 Wegzüge registriert. Der Wanderungssaldo (Zuzüge – Wegzüge) zeigt ein ähnliches Bild. Der Durchschnitt beträgt hier in der Altersklasse 20 bis 29 Jahre 472 und für alle anderen Altersklassen 647.

In einer Grafik sind die jährlichen Werte dargestellt. Hier zeigt sich, dass der Wanderungssaldo bei beiden Gruppen seit 2014 gesunken ist. In den Jahren 2020 und 2024 war der Wanderungssaldo negativ, ansonsten stets positiv. Ferner betrifft der negative Trend scheinbar alle Aachener*innen gleichermaßen und nicht nur die Studierenden. s: Grafik: Wanderungsbewegung, Quelle: Melderegister

Studierende in Aachen

In der Regionaldatenbank des Bundesamtes für Statistik (Destatis) sind bundesweite Studierendenzahlen verfügbar. Die aktuellsten Zahlen sind aus dem Wintersemester 2022. Für Aachen sind die Zahlen der Städteregion Aachen inklusive der Studierenden am Forschungsstandort Jülich vorhanden. Seit 2015 ist die Gesamtzahl der Aachener Studierenden von 54.589 auf 60.315 angestiegen. Studierende der Ingenieurswissenschaften machen den größten Anteil aus. In dem betrachteten Zeitraum betrug dieser Anteil durchschnittlich 63,23 Prozent. Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften weisen mit durchschnittlich 13,29 Prozent den zweitgrößten Anteil auf.

Im nationalen Vergleich

Die Gesamtzahl der Studierenden in der Städteregion Aachen inklusive dem Forschungsstandort Jülich betrug im Wintersemester 2022 laut Destatis 60.315, damit belegt die Region im nationalen Vergleich Platz 9. Betrachtet man nur die Ingenieurswissenschaften, weist lediglich Berlin eine höhere Anzahl von Studierenden auf. Hier zeigt sich deutlich, wie bedeutend die Studierenden in den Ingenieurswissenschaften für den Studienstandort Aachen sind.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass Aachen selbst in der Gruppe der Studierendenstädte hervorsticht. Sowohl in Bevölkerungsstatistiken als auch in Studierendenstatistiken gehört Aachen zu den Spitzenreitern, obwohl viele der hier verglichenen Städte deutlich mehr Einwohner aufweisen.

Alle verfügbaren „Aachen in Zahlen“-Beiträge sind unter www.aachen.de/statistik, Rubrik „Aachen in Zahlen“, zu finden.

Brunnen in Aachen werden in den Winterschlaf geschickt

Wie in jedem Jahr im Herbst werden in den kommenden Wochen die Aachener Brunnen in den „Winterschlaf“ geschickt. Das teilte jetzt der Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing der Stadtverwaltung mit.

Als erstes hören in diesen Tagen die bachwassergespeisten Brunnen in der Aachener Altstadt auf zu sprudeln. Stadt und Regionetz arbeiten hierfür Hand in Hand. Anschließend kümmert sich das Brunnendienst-Team des städtischen Gebäudemanagements Stück für Stück um die weiteren Anlagen.

Bis voraussichtlich Ende November sind dann alle weiteren vom Netzwasser gespeisten Brunnen von den Außenbereichen startend bis in die City hinein außer Betrieb genommen. Als letztes sollen in diesem Jahr in rund vier Wochen die Wasserfontänen am Europaplatz abgeschaltet werden. Der Winterschlaf der städtischen Brunnen endet traditionell zur Osterzeit. 

Geht als letzte Anlage in den Winterschlaf: Der Europaplatz-Brunnen läuft noch bis circa Ende November. Foto: Stadt Aachen/Andreas Herrmann

Völlig unabhängig von frostigen Temperaturen funktionieren die Anlagen am Elisengarten (Elisenbrunnen und Kreislauf des Geldes) und am Neuen Kurhaus. Diese Brunnen werden mit warmem Thermalwasser versorgt und können daher auch während der Wintermonate betrieben werden. Insgesamt betreibt das Gebäudemanagement derzeit rund 60 städtische Wasserspiele.