Bauhaus-Leuchte, Detail

Die Bauhaus-Leuchte ist eine Tischlampe, deren Typ von den Produktdesignern Wilhelm Wagenfeld und Carl Jakob Jucker im Weimarer Bauhaus entworfen wurde. Sie folgt dem Gestaltungsleitsatz „die Form folgt der Funktion“ und gilt als Ikone des modernen Industriedesigns. Hier ist nur ein Detail zu sehen.

Das Bauhaus war eine weltberühmte Schule für Architektur und Design. 1919 gründete Walter Gropius in Weimar das Staatliche Bauhaus als Kunstschule. Das Neue dabei war die Zusammenführung vonKunst und Handwerk. Der sich entwickelnde „Bauhaus-Stil“ prägte zahlreiche Neubauten der damaligen Zeit. Bevor er nach Amerika übersiedelte war übrigens der in Aachen geborene Ludwig Mies van der Rohe Leiter des Bauhaus.

Bauhaus-Lampe, Nummer 2.

 

Aachen ist bis Sonntag im CHIO-Fieber

Ein kleines Volksfest ist immer die Präsentation des jeweiligen CHIO-Partnerlandes auf dem Marktplatz in Aachen. Angeführt von den Aachener Stadtreitern gab es die Ponys der French Federation zu sehen, eine musikalische Abordnung der Garde Républicaine, Kutschen und Kaltblüter aus den Regionen Frankreichs sowie Camargue Stuten. Partnerland ist nämlich dieses Jahr: Frankreich.

Auch Jean-Francois Pignon, in Reiterkreisen für seine Freiheitsdressuren bekannt, kam mit zwei Pferden auf den Markt. Es spielten die Jagdhornbläser „Trompes du Pays“. Insgesamt gab es eine flotte Veranstaltung, wo die Kids den Auftritt von CHIO-Maskottchen Karli mit seinen französischen Comic-Kollegen Asterix & Obelix bestaunten.

Der CHIO Aachen wurde offiziell am Dienstag (16. Juli) eröffnet. Tausende Besucherinnen und Besucher kommen nach Aachen, die Zimmerpreise in den Hotels haben sich verdoppelt gegenüber den Wochen nach dem Turnier. Den Reiterinnen und Reitern geht es um insgesamt 2,7 Millionen Euro Preisgeld.

Montag auf dem Katschhof. Wenn Pferde und Reiter, Kutschen und Musiker in der Innenstadt auflaufen, dann ist in der Soers wieder CHIO.

Theaterstraße soll mal ein Boulevard gewesen sein

In der Theaterstraße links im Bild: das beschädigte und unsachgemäß geflickte Bodendenkmal, auf dem legal die Pkw parken. Echt doof.

Auf der Theaterstraße in Aachen befindet sich (auf beiden Seiten) etwas, das ein sogenanntes Bodendenkmal sein soll. Es ist im Aachener Fall ein historisches Muster in mehreren verschiedenen Variationen. Als Bodendenkmal wäre das Muster besonders schützens- und erhaltenswert. Was aber mit dem kunstvollen Pflaster in Aachen geschieht, kann man auf den Fotos hier erkennen: Es wird zerstört, von parkenden Autos. Erstaunlich, dass sich in Aachen kaum jemand daran stört.

Die Theaterstraße soll einst ein Boulevard gewesen sein. Es ist aber eigentlich nur eine breite Straße mit seitlich stehenden Bäumen, wenigen alten Prachtbauten, vielen Parkplätzen und zwei großen Parkhäusern in unmittelbarer Nähe. Parkhäuser, die ich noch nie annähernd voll erlebt habe.

Linke, Grüne und Piraten stimmten neulich im Planungsausschuss dafür, dass das Parken auf der einen Seite zwischen Borngasse und Bahnhofstraße und auf der anderen Seite zwischen Borngasse und Harscampstraße nicht mehr erlaubt wird (Ausnahme: Behinderte und Lieferfahrzeuge natürlich). Später sollte dann mal die komplette Theaterstraße bis zur Wilhelmstraße hin an den Rändern Pkw-frei sein.

Eine Mehrheit von CDU und SPD stimmte ohne zu zögern umstandslos dagegen, so dass der Vorschlag nicht die geringste Chance hatte. Und mMn auch niemals haben wird.

Worauf sich alle einigen konnten: Umgestaltung des Areals vor und seitlich vom Theater. Immerhin. Der Verkehr soll künftig in beide Richtungen nur noch an der Seite zur Alten Post (Kapuziner-Karree) hin fahren.

Hier wird alles von der Verwaltung gut erklärt. Achtung: Es ist viel Text, aber interessant. Bitte seht euch unten die Anlage an.Rote, graublaue und weiße, ungewöhnlich kleine Pflastersteine.

Im September (16. bis 23. 09.) gibt es eine Mobilitätswoche, in der probeweise eine Seite vom Stadttheater vom Autoverkehr befreit werden soll. Im Winter soll dort testweise (direkt neben dem Theater) eine Eisbahn stehen, auf die aber hoffentlich noch wegen des neu erwachten Klima-Bewusstseins verzichtet wird. – Mal sehen!

SPD verärgert

Kurzfristig entstand im Planungsausschuss Verwirrung. Es ging um mehr Gastronomie auf einem kleinen Teilstück der Straße. Da stimmten plötzlich die meisten CDU-Leute mit den Grünen, Linken und Pirat Udo Pütz. CDU-Koalitionspartner SPD reagierte verärgert und will den Beschluss als „rechtlich nicht zulässig“ überprüfen lassen. Es lebe der Fraktionszwang und alle anderen überflüssigen Zwänge. NOT.

Wenig Platz (s. Foto) für Fußgänger, für Leute mit Kinderwagen, Behinderte im Rollstuhl oder mit Rollator. Viel Platz aber für Pkw, die auch noch den Bäumen auf den Füßen stehen. Wie so etwas 2019 noch erlaubt sein kann, ist ein Rätsel. Wie kann eine Stadtpolitik so unachtsam, so hinter dem Mond sein? Phänomenal.

Mensch, ist das traurig. Vom Lkw überfahren. Tot.

Leider, leider muss – wenige Monate nach dem Todesfall auf der Vaalser Straße – jetzt das nächste Todesopfer vermeldet werden. Heute, 13. Juni, ist wieder eine Radfahrerin von einem Lkw überfahren worden. Die Frau überlebte den Unfall nicht.

Einen Monat nach dem „Ride of Silence“, bei dem in Aachen der verletzten und getöteten Radfahrerinnen und Radfahrer gedacht wurde.

Ihrer Familie, Freunden, Kollegen möchte ich mein herzliches Beileid ausdrücken. Mir fehlen ansonsten die Worte. So viele Tote! Und die Radvorrangroute kommt und kommt nicht in die Gänge. Erst gestern wurde das Thema in der Bezirksvertretung Mitte vertagt. Es fehlte eine Unterschrift.

Es ist mit weiteren Toten zu rechnen.

Stille Fahrt zu den Unglücksorten

Der traditionelle „Ride of Silence“ findet in Aachen bereits im dritten Jahr hintereinander statt. Weltweit wird bei diesem Fahrradkorso immer am dritten Mittwoch im Mai der verletzten und getöteten RadfahrerInnen gedacht.

Ein weißes Fahrrad (Vaalser Straße), auch Geisterrad genannt,  erinnert an dieser Stelle an eine im Straßenverkehr von Aachen zu Tode gekommene Radfahrerin. Foto: Archiv

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer treffen sich am kommenden Mittwoch, 15. Mai, ab 18.30 Uhr am Aachener Hauptbahnhof. Um 19 Uhr startet der Ride of Silence auf einer rund 13 km langen Strecke Richtung Markt. An den im Stadtgebiet aufgestellten Geisterrädern („ghost bikes“) gibt es jeweils eine Gedenkminute.

„Auch die jüngste Unfallstelle an der Vaalser Straße fahren wir an“, teilen die Veranstalter mit. Üblicherweise findet die Fahrt schweigend statt, und es werden helle oder weiße Kleidungsstücke getragen, so vorhanden.

Der Ride of Silence wird in diesem Jahr erstmalig durch den Radentscheid Aachen organisiert. Das Thema Sicherheit im Straßenverkehr war einer der Hauptgründe für die Gründung dieser freien, von politischen Parteien unabhängigen Bürgerinitiative. Es werden am Mittwoch erneut hunderte Radfahrerinnen und Radfahrer erwartet, die ein Zeichen für mehr Verkehrssicherheit und ein besseres Miteinander im Straßenverkehr setzen wollen.

Kurpark Classix 2019: das Programm

Bereits zwölf Mal hat das Sinfonieorchester Aachen seine Konzertbühne in den Aachener Kurpark verlegt und klassische Musik auf die grüne Wiese gebracht. Mit Erfolg: Die Kurpark Classix by Generali sind inzwischen aus dem Aachener Kulturkalender nicht mehr wegzudenken. Das beliebte Open-Air-Festival bietet auch in seiner dreizehnten Auflage wieder ein facettenreiches Programm.

Von Freitag 30. August bis Montag 02. September steht der Kurpark wieder ganz im Zeichen der Musik: mit dem Sinfonie Orchester Aachen, Gästen wie Katie Melua, Mark Forster und Dauerbrenner Malte Arkona.

Für Generalintendant Schmitz-Aufterbeck ist das Festival ein perfekter Auftakt zur neuen Spielzeit: „Es ist die Chance, ein breites Publikum zu erreichen und das Orchester der gesamten Stadt zu präsentieren.“ Christopher Ward feierte im letzten Jahr seine Premiere bei den Kurpark Classix und freut sich nun auf das erste Programm unter seiner Leitung.

Das Programm im Überblick:
Freitag, 30. August 2019, 20.00 Uhr
A NIGHT AT THE OPERA – „Heldenhaft“

Samstag, 31. August 2019, 20.00 Uhr
Classix with Friends – Crossover-Konzert mit Katie Melua und dem Sinfonieorchester Aachen

Sonntag, 01. September 2019, 11.00 Uhr
CLASSIX FOR KIDS: „Malte und die Detektive – auf der Suche nach dem hohen C“ mit Malte Arkona

Sonntag, 01. September 2018, 19.30 Uhr
Last Night: „Epische Sagen“ – Sinfonieorchester Aachen unter der Leitung von Christopher Ward

Montag, 02. September 2019, 20 Uhr
Mark Forster – »LIEBE OPEN AIR« (Konzert bereits ausverkauft)

Ort: Kurgarten (Monheimsallee), am ehemaligen Spielcasino

Weitere Infos und Karten unter: www.kurparkclassix.de

Aachener Fotografin Irmel Kamp zeigt Fotografien aus Tel Aviv

Bauhaus-Architektur in Dessau. Derart originale Bauten findet man auch in Tel Aviv. Irmel Kamp aus Aachen hat die Bauten in Tel Aviv gefunden, fotografiert und international bekannt gemacht.    Foto: Johannes Meyer

Im Rahmen der Jüdischen Kulturtage Rhein-Ruhr wird die Aachener Fotografin Irmel Kamp vom 3. April bis zum 3. Mai in der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen ausstellen. Das teile jetzt die Aachener Stadtverwaltung mit.

In der Ausstellung „Tel Aviv – Neues Bauen“ werden Fotografien von Irmel Kamp, Jahrgang 1937, aus den Jahren 1988 bis 1990 gezeigt. Diesen heute schon historisch erscheinenden Arbeiten stellt Irmel Kamp neue Fotografien gegenüber, die im Jahre 2018 bei einem erneuten Besuch in Tel Aviv entstanden sind.

In der vergleichenden Betrachtung wird in Ansätzen sichtbar, mit welcher Intensität die Architektur der Moderne bis heute die Stadt Tel Aviv prägt. Die Ausstellung, die durch Vermittlung des Kulturbetriebs der Stadt Aachen an das Kulturamt der Stadt Düsseldorf zustande kam, wird am Dienstag, 2. April, um 18 Uhr in der Architektenkammer NRW, Zollhofstraße 1, in Düsseldorf eröffnet.

Workshop zum Thema „Öffentlichkeitsarbeit für Vereine“

Das Büro für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement der Stadt Aachen bietet in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Aachen für ehrenamtlich engagierte Menschen in Vereinen am Samstag, 30. März, einen Workshop zum Thema „Öffentlichkeitsarbeit für Vereine“ an.

Zur Info: Es ist der 11. März und es schneit.

Wie kann ich die Öffentlichkeit über die Ziele und Aufgaben meines Vereins, meiner Gruppe, Initiative oder Institution informieren? Auch bei knappen Mitteln ist effektive Öffentlichkeitsarbeit möglich, wenn entsprechende Strategien und Methoden beherrscht werden. Die Teilnehmenden lernen, Konzepte für eine wirkungsvolle Öffentlichkeitsarbeit zu entwickeln und praktisch umzusetzen.

Die Stadtverwaltung teilt mit: „Beispiele bisheriger Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, z.B. Pressemitteilungen, Flugblätter oder Plakate, können gerne mitgebracht werden, um an diesen beispielhaft zu lernen.“

Ziel ist es, durch theoretische Impulse und praktische Übungen Sicherheit für die Öffentlichkeitsarbeit zu gewinnen. Referentin ist Yvonne Michel, Diplom-Medienberaterin.

Die Gebühr für den Workshop beträgt 45 Euro. Eine Voranmeldung ist erforderlich. Bitte bei der Volkshochschule Aachen – nicht beim Büro für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement – Telefon 0241 / 4 79 20 oder per Mail vhs at mail.aachen.de anmelden. Infos zum Anmeldeverfahren gibt es unter vhs-aachen.de oder im Programmheft der VHS.

Die Veranstaltung findet statt am Samstag, 30. März, in der Zeit von 10 bis 15 Uhr bei der VHS, Peterstraße 21-25, Raum 215 in Aachen.

Vortrag im LuFo: Von der Digitalisierung der Welt zur Virtuellen Realität

Anlässlich der Ausstellung „Lust der Täuschung“ im Aachener Ludwig Forum hält Professor Dr. Leif Kobbelt vom Visual Computing Institute der RWTH Aachen einen Vortrag zum Thema „Von der Digitalisierung der Welt zur Virtuellen Realität“ im Ludwig Forum Aachen. Der Professor engagiert sich  intensiv für die Vermittlung wissenschaftlicher Themen in einer breiteren Öffentlichkeit.

Durch computer-generierte Sinnestäuschungen entsteht virtuelle Realität. Aus wissenschaftlich/technischer Sicht hat die Virtuelle Realität zwei Seiten: Auf der „Input“ Seite werden virtuelle Welten erschaffen und auf der „Output“ Seite werden diese Welten für die Sinne des Nutzers realistisch dargestellt.

Das Erschaffen virtueller Welten geschieht in der Regel entweder über die 3D Modellierung mit einer CAD-Software oder aber durch 3D Rekonstruktion von realen Räumen und Objekten. Die Darstellung bezieht sich meistens hauptsächlich auf das Sehen (z.B. Stereo-Display oder VR-Brille), aber auch andere Sinne wie das Hören, Fühlen oder die Propriozeption können angesprochen werden. Es werde in dem Vortrag „ein kleiner Einblick in den State-of-the-Art“ geboten, so teilt das Ludwig Forum mit.

Der Vortrag findet statt im Ludwig Forum in Aachen, Jülicher Straße 97 – 109, am Donnerstag, 7. März. Beginn ist um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. 

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Für Lehrerinnen und Lehrer gibt es am Donnerstag, 7. März, von 16 bis 18 Uhr, eine spezielle Führung durch die Ausstellung „Lust der Täuschung. Von antiker Kunst bis zur Virtual Reality“ mit Hinweisen auf das Vermittlungsprogramm, Informationen zu altersgerechten Führungen und Unterrichtsmaterialien zur Ausstellung.

Der Eintritt zu dieser Infoveranstaltung ist frei. Um Anmeldung wird gebeten: Tel.: +49 241 1807-115, museumsdienst@mail.aachen.de

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Für alle, die gerne ins Museum gehen und mehr über die Ausstellung wissen möchten, denen aber eine Führung zu anstrengend ist, bietet das Ludwig Forum ein Programm nach den jeweiligen Bedürfnissen und im eigenen Tempo. In Zusammenarbeit mit TANDEMmia gibt es jetzt ein Angebot für Seniorinnen und Senioren sowie Interessierte jeden Alters zu einem begleiteten Rundgang durch eine aktuelle Ausstellung und Möglichkeiten zum Gespräch.

Mit Jessica Honnef

Die Teilnahme ist kostenfrei, Anmeldung erbeten bei: Jessica Honnef, TANDEMmia – aufsuchende Seniorenarbeit in Aachen, Tel.: +49 241 565 282-98, honnef@diakonie-aachen.de

Fr. 08.03.2018 und Fr. 29.03.2019, 13 bis 16 Uhr, Ludwig Forum für Internationale Kunst, Jülicher Straße 97-109, 52070 Aachen.

Bei der Eröffnung der Ausstellung zeigte sich bereits das große Interesse am Thema. Jetzt werden Zusatzveranstaltungen angeboten. Nichts wie hin.

Myriam Kroll übernimmt übergangsweise die Leitung des Ludwig Forums

Myriam Kroll übernimmt zum 1. April 2019 übergangsweise die Leitung des Ludwig Forums für Internationale Kunst nach dem Weggang von Dr. Andreas Beitin. Das teilte jetzt die Pressestelle der Stadt Aachen mit.

Kroll sei mit dem Ludwig Forum und der Sammlung der Peter-und-Irene-Ludwig-Stiftung durch ihre freiberufliche kuratorische Assistenz seit der großen Chuck-Close-Ausstellung im Jahr 2007 bestens vertraut. Maßgeblich beteiligt war sie auch an Ausstellungen wie „Ludwigs Grafik“ und „Nie wieder störungsfrei“ im Jahre 2011.

Seit 2013 ist sie Kuratorin und stellvertretende Leiterin der Route Charlemagne und verantwortete Ausstellungserfolge wie „Mokka Türc und Marihuana“ (2015), „Bier und wir“ (2017) und „Kids, Kunst und Krawall“ (2018).