Video von der Landung

Die NASA veröffentlicht ein Video, das die Landung der Mars-Sonde Perseverance zeigt. Mehrere Kameras haben die Landung auf dem roten Planeten aus unter­schiedlichen Perspektiven dokumentiert.

Perseverance ist am Donnerstag, 18. Februar 2021, auf dem Mars gelandet.
youtube.com (3-Min-Video)

Dazu: https://www.heise.de/news/Mars-Rover-Perseverance-Verschluesselte-Botschaften-und-immer-mehr-Fotos-5062715.html

Hinweis auf (Hunde-)Augen-Höhe

30 Zentimeter über dem Erdboden: Dieses Hinweisschild kann kein Hund übersehen. In der Straße liegt trotzdem Hundekacke.

Eine Anwohnerin hat sich das längere Zeit angesehen und jüngst mal den Stadtbetrieb informiert. Die haben freundlich reagiert und eine Box mit kleinen Plastiktüten wieder aufgefüllt, die war nämlich leer.

Und auch sonst knöpfen sich die Leute vom Stadtbetrieb das Ostviertel – denn hier sind wir gerade – jede Woche aufs Neue vor. Hier leben ganz andere Menschen als im Frankenberger Viertel oder z. B. an der Lütticher Straße. Wenn man mit allen oft und viel redet oder sie beobachtet, wie sie miteinander reden, dann merkt man das. Drei unterschiedliche Mentalitäten, möchte man meinen.

Auffallend auch: Die Anzahl der Kinder. Im Viertel an der Lütticher Straße: keine. Im Ostviertel: viele. Im Frankenberger Viertel noch viel mehr Kinder. Auf der Bismarckstraße ist gefühlt jede jüngere Frau mit Kind unterwegs. Besonders viele kleine Jungen und Mädchen gibt es da, die auf kleinen Rädchen über die Bürgersteige flitzen wie die Weltmeister.

Jetzt bin ich von den kackenden Hunden auf die Kinder gekommen. Wie unpassend. Aber egal, hier liest sowieso kaum jemand mit. Diese Seite ist ja nur dazu da, als Ersatzseite zur Verfügung zu stehen, wenn die Hauptseite AachenNews.org nicht mehr da sein sollte.

Ein unentspanntes Jahr

Im Jahr der Pandemie, in 2020, konnte man viel lernen. Viele sattelten um von Bundestrainer und bildeten sich autodidaktisch zu Epidemiologen aus. Andere hatten plötzlich ein vertieftes Hintergrundwissen über die allergeheimsten Machenschaften von Politikern, Virologen und Bill Gates.

Von Hamsterkäufen hatte man ja früher schon gehört, 2020 konnte man seinen Zeitgenossen beim Hamstern zuschauen. Menschen kauften wie verrückt ein, darauf mussten die Supermärkte mit Rationierungen reagieren.

Das steht: „Bitte pro Haushalt jeweils nur 4 Pakete Mehl“ und „Höchstabgabemenge Toilettenpapier 2 Packungen pro Einkauf“.

Kulturelle Veranstaltungen durften nicht mehr stattfinden, und was aus der Kulturlandschaft rechts und links vom Rhein werden würde, wagte man sich gar nicht mehr vorzustellen.

In der Lothringer Straße.

Hunderttausende von Euro wurden ausgezahlt – aus öffentlichen Kassen – zur Unterstützung von Firmen und Kommunen. Die Stadt Aachen stellte für 2021 einen Haushalt auf, unter Bedingungen, wo man nicht mal wissen konnte, was die nächsten 14 Tage bringen würden.

Ein Buch mit vielen Unbekannten.

Bis es schließlich nur acht Monate nach Beginn der Pandemie in Deutschland hieß: Habemus Impfstoff. Das war eine Freude, die allerdings natürlich nur kurz währte, denn die einen waren misstrauisch, weil das Zeug so schnell erfunden worden war. Anderen ging alles plötzlich viel zu langsam, alle nörgelten von morgens bis abends (und bestimmt auch nachts) und zeigten sich enttäuscht, frustrierte Deutsche eben. Am meisten niedergemacht wurden Politiker, die angeblich den Impfstoff entweder zu den falschen Leuten bringen ließen oder ihn zu spät und falsch oder zu langsam unters Volk brachten.

So gänzlich mit allem unzufrieden ging dann schließlich jede/r ins neue Jahr hinein. Vielleicht kommt jetzt ein Jahr, da denken wir: Demgegenüber war 2020 ja noch schön.

Tierpark bleibt einen Monat lang zu. Aber nicht nur der.

Wie öde: Für einen Monat geschlossen ist der Aachener Tierpark.

Auf Wunsch eines einzelnen Lesers hier eine Liste. Was alles ausfällt. 
Zunächst mal sämtlicher Karneval am 11. im 11. Ob Festausschuss Aachener Karneval oder die AKV-Veranstaltungen, vergiß es. Sogar die Börjerwehr feiert ihre 9 mal 11 in 2020/2021 nicht. 

In den Schulen fällt lediglich manche Extra-Veranstaltung aus, die Musikschule macht für einen Monat dicht, und die Volkshochschule (VHS) unterbricht einige Kurse. Die Teilnehmer*innen werden informiert. 

Wanderungen fallen aus, und der Tierpark macht zu. Laufen bei Flutlicht im  Waldstadion fällt ebenfalls aus. Im Dom finden zwar noch Gottesdienste statt, aber die Führungen fallen für einen Monat aus, die Dommusik stellt ihren Probenbesuch ein.

Museen sind natürlich auch geschlossen, der Lesesaal im Stadtarchiv ist ab dem 17. November wieder offen, wenn wir das hier richtig verstehen. Auch die Stadtbibliothek ist und bleibt offen. Was für ein Glück, möchte man sagen. 
Das Stadttheater macht keine Aufführungen mehr, desgleichen die Stadtpuppenbühne „Öcher Schängche“. 

In der Sparkasse hat man ebenfalls keine Lust, sich mit Corona zu infizieren. Von 86 Filialen machen 23 zu, im Stadtgebiet Aachen sind es 9. Eine  davon ist die Filiale Zeppelinstraße/Ecke Trierer Straße. Beratungen sind möglich, müssen aber telefonisch vereinbart werden. 

Tätowiershops sind zu, Martinszüge sind ausdrücklich verboten.

Aber: Die Spielplätze sind in Aachen offen. Hier in Aachen lernen außerdem – obwohl es gar nicht vorgeschrieben ist – viele Grundschüler*innen mit Maske, freiwillig.

Die Wissenschaft weiß derzeit eines sicher: Grundschüler*innen können zwar Viren in sich haben, aber sie haben dann keine Symptome und werden auch nicht krank. Ganz anders ist das bei Menschen über 65, und besonders schlimm bei Menschen über 85. Wer 85 oder älter und infiziert ist, von denen stirbt jede/r Dritte. Das ist wie bei der Pest im Mittelalter. Insofern ist es beachtenswert, welche Opfer derzeit die junge Generation (die mit Winterjacken in eiskalten Klassenräumen sitzt) für die Alten bringt. Für die, die sich alle paar Jahren einen neuen SUV kaufen, die klagen, dass sie keine Reisen und Kreuzfahrten mehr machen können und in Sachen Klimaschutz nicht das kleinste Fitzelchen Verantwortung übernehmen.

Es wird ja von Teens und Twens erwartet, dass sie darauf verzichten, Erfahrungen zu machen, die sie später nie mehr nachholen können. Das ist ein Opfer, das sie bringen sollen. Eine Erstsemester-Party hat viele soziale Aspekte. Meiner Meinung nach sogar mehr soziale Aspekte als Fun-Aspekte. Ein Auslandssemester kann man nicht so einfach nachholen. Kontakte, die man ganz sicher geknüpft HÄTTE als Schüler*in, wurden nicht geknüpft, und also auch Erfahrungen im Umgang mit anderen nicht gemacht.

Die junge Generation muss sich auch noch beschimpfen lassen, sie sei Party-süchtig. Dazu ist noch viel zu sagen. Meiner Meinung nach besteht diese Generation gelegentlich darauf, die für ihr Alter typischen, wichtigen Erfahrungen zu machen. Darauf zu verzichten, das ist ein großes Opfer, das die allermeisten bringen. Das wird von der Gesellschaft bei weitem nicht anerkannt.

Womit bestimmt einige Bekanntschaft machen sind Einsamkeit, Depression, psychischen Beschwerden.