Wo wir wohnen

Innenhof einer neuen Wohnanlage, im tristen Monat November. Im Sommer spielen dort Kinder, die Mütter haben die Kids gut im Auge. Vorne rechts ist ein Kindergarten.

Neue Wohnungen gibt es in Rote Erde in großer Zahl, da befanden sich vor fünf Jahren noch richtige Brachen.

Zwei neue Straßen („An der Birk“ und „Auguste-von-Sartorius-Weg“) wurden eigens anlegt, es gibt insgesamt drei neue Stationen von Velocity, wo man sich ein E-Bike ausleihen kann. Extra, weil so viele junge Familien neuerdings in Rothe Erde wohnen. Das Viertel gehört zu Forst und ist viel schöner als sein Ruf.

Es gibt ein interessantes Senioren-Wohnprojekt, eine Schlagzeugschule in einem Bunker und aus alter Zeit noch eine weitere Kita. Außerdem eine neue Altentagesstätte der AWO. Da ist einiges hinzugekommen, man kann sich freuen.

Nur die Montessori-Grundschule, die all die Kinder aus dem Viertel besuchen wollen, die wurde bisher nicht erweitert, obwohl sie schon seit über 5 Jahren darum kämpft, baulich erweitert zu werden. Jedes Schuljahr müssen Kinder abgewiesen werden. – Neulich gab es einen Politiker-Beschluss, dass auf dem Schulhof-Gelände ein zweistöckiger Anbau entstehen soll. Mal sehen, was draus wird.

s. auch hier

Mitten in der Katastrophe

Es ist schwer, über Kunst und Kultur zu reden, wenn Menschen in große Not geraten sind. Den Menschen gilt unser Mitgefühl. Aber wir sehen auch, dass das Wasser zur Gefahr für Kunstgegenstände geworden ist. Kunst, die wir immer gern betrachtet und wertgeschätzt haben. Künstler sind es, die uns schon eine ganze Weile sagen, dass die Folgen der Klimakatastrophe uns treffen werden, und vor allem, dass der Punkt, noch etwas verhindern zu können, schon vorbei ist. Diese Wahrheit – dass wir mitten in der Katastrophe sind und sie nicht mehr stoppen können – kennen vermutlich auch hochrangige Politiker*innen. Diese Wahrheit wird allerdings von der Politik nie ausgesprochen, wohl aber von Künstlerinnen und Künstlern – in Filmen, Aktionen, Tanz, auf den Bühnen, in den Bildern.

Nach der Überflutung ist der Hof der ehemaligen Reichsabtei Kornelimünster, in dem sich das Kunsthaus NRW befindet, stark verschlammt. Auch in das Gebäude selbst ist das Wasser der Inde eingedrungen. Noch heute (20. Juli 2021) ist der Öffentlichkeit nicht bekannt, in welchem Umfang das Gebäude und die Kunst beschädigt wurden.
Um zu zeigen, wie stark die Inde plötzlich wurde: Diese Arbeit („Schachtelhalme“) stand eigentlich ganz woanders. Vom Wasser wurde sie um das Abtei-Gebäude herum getragen. Kunstwerke im Skulpturengarten wurden beschädigt.

Alle Fotos entstanden am Freitag, 16. Juli 2021, in Kornelimünster. Da hatte es in dem Ort schon enorme Aufräumarbeiten gegeben. Trotzdem bot der historische Ortskern noch ein Bild der Verwüstung. In der Abteikirche St. Kornelius (die Kirche gehört zu den bedeutendsten Bauwerken rheinischer Baukunst) hatte nach dem Unwetter das Wasser 2 Meter hoch gestanden. Der Boden war bedeckt mit Schlamm.

In der Kirche.

Video von der Landung

Die NASA veröffentlicht ein Video, das die Landung der Mars-Sonde Perseverance zeigt. Mehrere Kameras haben die Landung auf dem roten Planeten aus unter­schiedlichen Perspektiven dokumentiert.

Perseverance ist am Donnerstag, 18. Februar 2021, auf dem Mars gelandet.
youtube.com (3-Min-Video)

Dazu: https://www.heise.de/news/Mars-Rover-Perseverance-Verschluesselte-Botschaften-und-immer-mehr-Fotos-5062715.html