Dom, Rotdorne, Theater und eine neue App

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Der Dom von Aachen ist schon 1200 Jahr alt, und um den alten Kasten in Schuss zu halten (ein Juwel abendländischer Baukunst), musste man sich immer gewaltig anstrengen. Vor 30 Jahren wurde mit der Grundsanierung begonnen, jetzt ist sie abgeschlossen, das ist ein Grund zum Feiern. Heute, morgen und übermorgen geht es rund. Falls ihr gerade am Dom vorbeikommt: Es gibt Aktionen der Dombauhütte (Fotos oben).

 

Rotdorn Aachen

Da kann aus den Rotdornen (s. Foto) ja nichts werden, wenn sogar Garten-Experten den Bäumchen gefährlich nahe kommen und ihnen auf den Füßen (Wurzeln) rumstehen. Gesehen in der Jakobstraße. Rotdorne sind in Aachen bei einigen Menschen beliebt. Aber wie man sieht: Die Bäumchen haben auch ihre Feinde. Wer innerhalb der Baumscheibe parkt, verfestigt mit dem tonnenschweren Wagen den Boden so sehr, dass der hart wird wie Beton. Die Wurzeln bekommen weder Wasser noch Luft. Allerdings: Die Parkplatzknappheit in der Innenstadt fördert derartiges Verhalten sehr.

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Wer hätte das gedacht? Das Alemannia-Stadion an der Krefelder Straße ist doch nicht so baufällig, wie dieser Tage berichtet wurde. Die technischen Mängel sind mit einer überschaubaren Menge Geld zu beseitigen, heißt es jetzt. Gleichwohl ist das Stadion für einen Viertligisten reichlich überdimensioniert, wie die Müllverbrennungsanlage in Weisweiler übrigens auch. Neigt der Aachener zum Größenwahn? Alemannia-Fans, die Einzelheiten lesen wollen, besorgen sich den Lokalteil der Donnerstag-Ausgabe (2. Juni) der „Aachener Nachrichten“. Ich hab keine Lust mehr auf die Alemannia, schlechtest geleiteter Verein ever.

Theater Aachen

Das Stadttheater sucht einen neuen Generalmusikdirektor (GMD). Mit aussuchen dürfen ihn Aachener Kommunalpolitiker. Schade. Die ehrenamtliche Politiker sind zwar für ihren Einsatz nicht hoch genug zu loben (ohne Ironie), aber dass sie nun entscheiden könnten, wer für Aachen ein guter GMD wäre, das traut ihnen keiner zu, der auch nur für 2 Cent Kenntnis hat vom Charakter dieser Aufgabe. Es wäre wünschenswert, dass die Kommunalpolitiker diese Entscheidung ganz und gar Profis der Branche überlassen.

Zugleich durften wir dieser Tage erfahren, dass der ehemalige GMD von Aachen, Peter Raabe, von 1935 bis 1945 Präsident der Reichsmusikkammer, ab 1937 NSDAP-Mitglied und glühender Hitler-Verehrer war. Raabe ist Erfinder des Begriffs „Kulturorchester“, mit dem implizit insbesondere klassische Orchestermusik als „Kultur“ eingeschätzt wird. Jazz und Pop usw. nicht. Der Aachener Musikwissenschaftler Dr. Lutz Felbick will das herausgefunden haben. Die „Zeitschrift für Kulturmanagement“ und die Aachener Presse berichteten ausführlich. Lutz Felbick spricht heute, Freitag, 3. Juni, in der Aachener Klangbrücke im Alten Kurhaus, Kurhausstraße 2, über „Ist der NS-Rechtsbegriff Kulturorchester heute noch zeitgemäß?“

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Mit der App „Ankommen“ soll ein Beitrag zur erleichterten Integration von Flüchtlingen geleistet werden. Die App bietet Informationen und praktische Hilfe für Geflüchtete zu Asyl, Ausbildung, Arbeit und Leben in Deutschland. Die Informationen stehen seit Anfang des Jahres auf Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch sowie Farsi/Persisch zur Verfügung und werden laufend aktualisiert. Mit Hilfe eines integrierten Sprachkurses kann man damit sogar anfangen, Deutsch zu lernen. Rund 135.000 Menschen haben die App bereits heruntergeladen. – Die offizielle Website lautet: www.ankommenapp.de . Plakate oder Flyer zur App können kostenfrei über den Kurzlink www.bamf.de/app-material bestellt werden.

 

Veröffentlicht von

MargretVallot

Ich bin Bloggerin und Journalistin

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