Aachen begreifbar machen

Der Eisenbrunnen und sein Tastmodell. Hier können Sehbehinderte und Blinde den Baukörper mit den Händen sehen.
Der Elisenbrunnen und sein Tastmodell. Dort können Sehbehinderte und Blinde den Baukörper mit den Händen sehen.

Steht wahrscheinlich schon seit Ewigkeiten vor dem Elisenbrunnen und ist mir erst jetzt aufgefallen: Eine Nachbildung des Bauwerks in Bronze. Weil

Wege, mit dem Stock leicht zu ertasten.
Wege, mit dem Stock leicht zu ertasten.

im Sockel Beschriftung in der Braille-Blindenschrift drauf ist, erkennt man, dass hier an Sehbehinderte und Blinde gedacht wurde.

In der Aachener Innenstadt gibt es zudem gerippte und genoppte Steine im Pflaster. Die sollen helfen, sich durch Tasten mit einem Stock zu orientieren. Allerdings sieht man sehr selten stark sehbehinderte Menschen im Zentrum,

Sehenswürdigkeiten zum Ertasten: das Rathaus
Sehenswürdigkeiten zum Ertasten: das Rathaus

eigentlich nie. In Düren, wo es eine große Blinden-Schule gibt, sieht man Menschen, die sich via Stock orientieren, fast täglich. Außer den genoppten Steinen gibt es in Aachen noch Lautsprecher an Ampelmasten, die bei Grün ein klopfendes Signal von sich geben. In Köln im Gebäude des LVR gibt es sogar Aufzüge mit Ansagen darüber, in welchem Stockwerk man sich befindet.

Es ist schön, in einer Stadt zu wohnen, wo Behinderte nicht außen vor bleiben müssen.

Etwas seitlich vom Eingang des Domes steht ebenfalls ein Modell, an dem im Verhältnis 1 : 100 das ertastet werden kann, was Sehende gerade vor Augen haben. Außerdem gibt es ein Bronzemodell vor dem Rathaus, eine detailgetreue Nachbildung desselben.

Der Dom in Bronze. Und hinten rechts sieht man das vermutlich schmalste Haus von Aachen.
Der Dom in Bronze. Hinten rechts sieht man das vermutlich schmalste Haus von Aachen.

 

Aus aktuellem Anlass: Der Hinweis auf hiesiges Weltkulturerbe,  das bewahrt und gepflegt wird. In Ninive wird derartiges gerade zerstört. Von Menschen, die - wie ich zumindest denke - vollständig verzweifelt sein müssen. Wie sonst könnte man sich an solchen Kostbarkeiten vergreifen.
Aus aktuellem Anlass: Der Hinweis (im Domhof) auf hiesiges Weltkulturerbe, das bewahrt und gepflegt wird. In Ninive wird derartiges gerade zerstört. Von Menschen, die – wie ich zumindest denke – vollständig verzweifelt sein müssen. Wie sonst könnte man sich an solchen Kostbarkeiten vergreifen?

Veröffentlicht von

MargretVallot

Ich bin Bloggerin und freie Journalistin

Ein Gedanke zu „Aachen begreifbar machen“

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