Deutsche Umwelthilfe fordert Hitze-Krisengipfel
Laut aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts sind durch die extreme Hitzewelle im Juni (Kalenderwoche 26) in Deutschland mehr als 4.300 Menschen gestorben. Zahlen des statistischen Bundesamtes deuten sogar auf bis zu 5.500 Todesfälle hin. Das teilte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) jetzt mit.
Unterdessen sind für das kommende Wochenende erneut extreme Temperaturen vorhergesagt. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert die Bundesregierung auf, jetzt Verantwortung für Menschenleben zu übernehmen und wirksame Hitzeschutzmaßnahmen umzusetzen.
Dazu sagt DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz, die Zahlen müssten ein Weckruf für die Bundesregierung sein. Sie müsse jetzt schnellstmöglich einen Hitze-Krisengipfel einberufen, um wirksamen Hitzeschutz verbindlich zu verankern und vulnerable Gruppen zu schützen. Besondere Verantwortung tragen – laut Barbara Metz – Bauministerin Hubertz und Gesundheitsministerin Warken.
Wir brauchen mehr Bäume, Stadtgrün und entsiegelte Flächen, um Menschenleben vor den direkten Folgen der eskalierenden Klimakrise zu retten. Die Hitze schlage aber nicht nur unmittelbar zu, sondern auch in Zeitlupe. Die Zustände in Schulen, Kliniken und öffentlichen Verkehrsmitteln seien tagelang unzumutbar gewesen. Wer auf deutschen Autobahnen unterwegs sei, könne die Folgen noch heute spüren.
Eine aktuelle Analyse von Prognos zeige außerdem, dass ein einzelner Hitzetag die deutsche Wirtschaft rund 431 Millionen Euro kostet. So lautet die DUH-Forderung: „Die Bundesregierung muss endlich verstehen: Wenn sie sich weiter wegduckt, setzt sie das Wohl aller Bürgerinnen und Bürger aufs Spiel.“