Wie jedes Jahr: Stadt spricht ein Böllerverbot aus. Wo wird bestimmt trotzdem geböllert? In Aachen.

Alle Jahre wieder . . . spricht die Stadtverwaltung ein Feuerwerksverbot aus. Das soll an Silvester gelten, nur: Es hält sich nie jemand dran. Mal sehen, ob es dieses Jahr klappt. Prognose: Klappt nicht.

Da hatte man gedacht, die „Verbotspartei“ hat im Rathaus die Mehrheit verloren und es sitzt keine Grüne mehr im Chefsessel vom Rathaus, da macht die CDU einfach weiter mit Verbotspolitik. Foto: AachenNews Archiv

Der alte Brauch, das neue Jahr mit Donnerschlägen und Leuchtgeschossen zu begrüßen ist nicht totzukriegen. Über 50 Organisationen haben sich bundesweit zusammengetan, um der Silvesterknallerei ein Ende zu bereiten. Man wendet sich an die Innenminister-Konferenz. Motto: „Böller Ciao“. 

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert von den Innenminister*innen der Länder sowie vom Bundesinnenminister ein bundesweites Verbot privater Silvesterböller und -raketen. Die Niederlande hätten bereits erkannt, dass die verheerenden Folgen von privatem Silvesterfeuerwerk „nur durch ein flächendeckendes Verbot gestoppt werden könnten,“ so wurde mitgeteilt. Innenminister Alexander Dobrindt weigere sich jedoch, Konsequenzen zu ziehen.

Silvester, das bedeutet leider auch: Einsatzkräfte werden mit Raketen attackiert, Millionen Haus-, Nutz- und Wildtiere geraten in panische Angst, und an keinem Tag des Jahres ist die Luft so stark mit Feinstaub belastet wie in der Silvesternacht. Hinzu kommt, dass sich an Böllern viele schwer verletzen. 

Das Verbot zum Abbrennen von Feuerwerkskörpern gilt in Aachen ab dem 31. Dezember 2025 um 0 Uhr bis zum 1. Januar 2026 um 24 Uhr. Nicht mitführen darf man Feuerwerkskörper in dem angezeigten Bereich (s. unten) ab dem 31. Dezember 2025  um 18 Uhr bis zum 1. Januar 2026 um 24 Uhr. Die Allgemeinverfügung ist hier:  aachen.de/ohnefeuerwerk

Zusätzlich weist die Stadt Aachen darauf hin, dass das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden oder Anlagen grundsätzlich verboten ist. Dies gilt auch für alle Bereiche außerhalb des Grabenrings. Somit dürfen zum Beispiel in Kornelimünster oder Burtscheid auch nur eingeschränkt Feuerwerkskörper gezündet werden. 

Das Verbot betrifft alle öffentlichen Straßen, Gehwege, Wege, Plätze und Anlagen sowie private Straßen, Zuwegungen, Grundstücke und Gebäude des innerstädtischen Grabenrings und den von diesem umfassten Innenbereich sowie den Theaterplatz. Foto: Stadt Aachen

Der OB bietet Sprechstunden an: Im Rathaus, in Kneipen und Gaststätten

Oberbürgermeister (OB) Dr. Michael Ziemons (CDU) hat viel vor, er möchte mit Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt treten. „Er erweitert ab sofort die Angebote für den direkten Austausch mit den Bürger*innen“, das teilte der Fachbereich Kommunikation und Stadtmarketing der Stadtverwaltung gestern mit. 

Ziel sei es, den Dialog noch niedrigschwelliger, offener und bürgernäher zu gestalten. „Darüber hinaus wird es deutlich mehr Bürgersprechstunden geben – im Rathaus, aber auch ganz bewusst dort, wo die Menschen sind: in Kneipen, Gaststätten, Stadtteilzentren und weiteren Einrichtungen vor Ort“, erklärte Ziemons.

Foto: AachenNews.org Archiv

Er werde außerdem mit einer Dialogtour durch die Außenbezirke und Institutionen gehen. Mit diesen neuen Formaten möchte Ziemons den direkten Kontakt stärken unddie Anliegen der Menschennoch besser kennenlernen. Durch die Präsenz in unterschiedlichen Stadtteilen und Begegnungsorten sollen Hemmschwellen abgebaut und mehr Gelegenheiten geschaffen werden, unkompliziert ins Gespräch zu kommen.

Die Sprechstunden finden grundsätzlich im Rathaus statt, die erste beginnt am Freitag, 16. Januar, um 11 Uhr. Hierfür wird um Anmeldung gebeten unter: assistenz.ob@mail.aachen.de   

Die erste Kneipensprechstunde findet am Montag, 19. Januar, von 18 bis 21 Uhr im KiezKini, Promenadenstraße 46, statt. Anmeldung hierzu ist nicht erforderlich. Alle aktuellen Termine für Sprechstunden, für die Dialogtour sowie Hinweise zu weiteren Beteiligungsformaten würden fortlaufend auf aachen.de veröffentlicht, so wird zugesagt.

Karlspreis: Auf Jürgen Linden folgt jetzt Armin Laschet

Dr. Jürgen Linden, der beim Karlspreis den Vorsitz des Direktoriums seit 2010 innehatte und seit 1989 Mitglied des Gremiums ist, gibt seine Funktion auf eigenen Wunsch ab. Als Nachfolger übernimmt Armin Laschet, MdB und Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen a.D., die Leitung des Direktoriums.

Laschet war Mitglied des Direktoriums von 1999 bis 2020 und ist es seit 2022 wieder. Die Wahl erfolgte am Nachmittag des 5. Dezembers bei der Sitzung des Direktoriums in Aachen.

Foto: Karlsmedaille

Jürgen Linden sorgte damals bezüglich Karlspreis – als die Verleihung bürgerfern, abgehoben und zur Sache einer Gruppe konservativer, alter Männer geworden war – für viele Neuerungen und frischen Wind.

Zur Erinnerung: Der Karlspreis, der 1950 erstmals vergeben wurde, ist der älteste und bekannteste Preis, mit dem Persönlichkeiten oder Institutionen ausgezeichnet werden, die sich um Europa und die europäische Einigung verdient gemacht haben.  

Linden habe den Internationalen Karlspreis „maßgeblich geprägt und sich unermüdlich für die europäischen Werte und die Förderung des Völkerverständigungsgedankens eingesetzt“, heißt es in der Pressemitteilung ganz richtig.

Als Oberbürgermeister der Stadt Aachen (1989 bis 2009) und seit 2010 als Vorsitzender des Direktoriums habe er die Arbeit der Karlspreisgesellschaft entscheidend vorangetrieben. Er habe den Preis mit großen Verleihungen an Václav Havel (1991), Bill Clinton (2000), Papst Johannes Paul II. (2004) bis hin zu Wolodymyr Selenskyj (2023) sowie dem großen 75-jährigen Jubiläum im Jahr 2025 mit der Verleihung an Ursula von der Leyen international noch sichtbarer gemacht. Nach über drei Jahrzehnten bleibt er nun der Karlspreisgesellschaft in beratender Funktion verbunden.

„Überzeugter Europäer“

Mit der Wahl von Armin Laschet übernehme „eine prominente Persönlichkeit und ein überzeugter Europäer“ den Vorsitz, so wurde mitgeteilt. Laschet, der als ehemaliger Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und aktuell als Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages stets für europäische Einheit und Kooperation eingetreten sei, werde die Arbeit der Karlspreisgesellschaft im Sinne der bisherigen Traditionweiterführen.

Neu am Büchel in Aachen: Feine Bettwäsche und mehr

Aachens Geschäftswelt ist um eine Attraktion reicher: In der Innenstadt hat das Unternehmen „N&K Bielefelder Wäsche“ neue Räume bezogen. Wo zuvor „Harris & Schirp“ luxuriöse Mode für Damen verkauften, geht jetzt hochwertige Bettwäsche über die Theke. Es gibt außerdem Handtücher (u. a. aus Biobaumwolle) und Schlafanzüge, die man am liebsten gar nicht mehr ausziehen möchte (selbst erlebt). 

Am Büchel gibt es neuerdings Bettwäsche in besonderer Qualität und in ganz wunderbaren Designs und Farben.

Das Unternehmen war am Kapuzinergraben ansässig, es ist erst kürzlich zum Büchel umgezogen. Nordmeyer & Kortmann in Bielefeld, das war 1862 eine typische Aussteuerfirma. In Aachen kann man die Textilen für Bett, Tisch und Bad seit mehr als 60 Jahren kaufen, übrigens auch online https://nk-bielefelderwaesche.de/

Superweich, aufwendig gewebt und auch nach jahrzehntelangem Gebrauch noch wie neu: Wer läge nicht gerne gelegentlich in Mako-Satin und 100 Prozent Baumwolle? Warnung: So viel Luxus hat seinen Preis. Wenn man allerdings die Langlebigkeit der Teile bedenkt, kommt man ins Grübeln. – Während nun am Büchel kein Leerstand zu beklagen ist, sieht es in der Adalbertstraße anders aus. 

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Gut 50 Jahre war es in Aachen in der Adalbertstraße zu finden: das Schuhhaus Kämpgen. Dort arbeitet jetzt alles auf die Schließung hin. Grellrot beklebte Schaufensterscheiben machen klar: Dort ist vielleicht noch ein Schnäppchen zu drin und dann gar nichts mehr. Ein großer Laden auf 2 Etagen steht bald leer.

Schon wieder ein Aachener Schuhgeschäft: Räumungsverkauf. 

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Nächste Info aus Aachens Geschäftswelt: Intersport Plum – bekannt aus Roetgen – übernimmt zum 1. Dezember alle sechs Standorte des Aachener Sporthaus Drucks. Das teilte das Unternehmen mit. Drucks und Plum gehören beide zum Sportfachhandelsverbund der Intersport Deutschland eG. 

Ändern wird sich für die Kundschaft so gut wie nichts: Das gewohnte Sortiment bleibt erhalten, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter behalten ihre Arbeitsplätze. 

Drucks in Aachen: Dort gibt es von Outdoor über Running und Fitness bis zu Teamsport, Bademode, Ski alles was Sportler*innen brauchen.